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„Wild at Heart“ – großartige Filme sichtbar machen

„Wild at Heart“ – großartige Filme sichtbar machen

Das Film Festival Cologne präsentiert seit März mit „Wild at Heart“ eine neue monatliche Filmreihe im Filmpalast am Ring. Es ist eine eigenständige Reihe, die ergänzend zu dem jährlichen Sommer-Open-Air-Kino in Odonien stattfindet. Während dort Highlights der vergangenen Festivalausgabe wiederholt werden, soll die neue Reihe Filme zeigen, die noch nie in Köln (und manche auch in Deutschland nicht) zu sehen waren. Echte Entdeckungen von besonderen Filmen warten auf das Kölner Kinopublikum. Sechs Filmscreenings stehen bis September 2019 auf der Programmliste, die Filmreihe soll aber auch anschließend weiter fortgeführt werden und das Film Festival Cologne somit das gesamte Jahr über in der Kinolandschaft präsent halten. Das nächste Screening findet am heutigen Dienstag, 30. April 2019 um 20 Uhr im Filmpalast statt.

Der Filmszene Blog sprach mit Film Festival Cologne-Programmleiter Johannes Hensen, der zusammen mit Filmjournalist und -kurator Sven von Reden die neue Filmreihe zusammengestellt hat:

Werner Busch: Was war der Ausgangspunkt für „Wild at Heart“?

Programmleiter Johannes Hensen

Johannes Hensen: Viele Filme erreichen nie den deutschen Markt. Festivals nehmen da zunehmend eine wichtige Rolle ein, um diese großartigen Filme sichtbar zu machen. Bislang hat sich das für uns aber auf die Festivalwoche im Oktober beschränkt – mit der neuen Reihe haben wir eine Plattform für herausragende Filme geschaffen, die es in Deutschland nicht auf die Leinwand schaffen. Es ist aber auch oft ein Feldversuch für die Lizenzgeber…und vielleicht geben wir so einen Anstoß, die Filme doch noch ins Kino zu bringen. Wir wollen mit dem Festival über das gesamte Jahr präsent sein, da wir denken, dass es beim Publikum großes Interesse gibt.

Nun gibt es natürlich unglaublich viele Filme, die es nicht auf deutsche Leinwände schaffen. Wie kam die konkrete Auswahl für die Reihe zustande?

Durch unsere ganzjährige Recherche werden wir auf viele Filme aufmerksam, die wir gerne zeigen möchten. Für unser Festival passt jedoch oft der Zeitpunkt nicht, oder die Rechtesituation ist nicht geklärt – dafür ist die Reihe jetzt eine gute Fläche. Und es gibt Filme, wie HOW TO TALK TO GIRLS AT PARTIES, die schon zwei Jahre alt sind, es aber final nie auf den deutschen Markt geschafft haben. Die Auswahl soll natürlich auch Appetit auf unser Festival machen und sie stellt somit eine Art Querschnitt von dem dar, was wir dann auch beim Film Festival Cologne zeigen.

Was macht den heutigen Film für dich besonders, NANCY von Christina Choe?

NANCY ist ein Debütfilm mit einem herausragenden Cast. Es ist ein kleiner Film, ein Psycho-Familiendrama, das sehr gut inszeniert ist. Ein guter Festivalfilm, der schon in Sundance und bei vielen weiteren wichtigen Festivals lief. Er passt perfekt in die Reihe und es ist sehr wahrscheinlich die einzige Gelegenheit, den Film in Köln zu sehen.

Hast du ein persönliches Highlight, auf das du dich besonders freust?

Ich freue mich schon auf HOLIDAY im Juni. Der Film ist sehr eigen und irgendwo zwischen trockenem Drama und blutigem Psychothriller – ein Film, der merkwürdig lange hängenbleibt. Die schwedische Regisseurin Isabella Eklöf ist sehr jung und talentiert – HOLIDAY ist ihr Debütfilm. Gerade läuft BORDER im Kino, dort hat sie das Drehbuch geschrieben. Der Film wird in Deutschland auf DVD erscheinen, man sollte den Film aber im Kino sehen.

Die Programmübersicht und Ticketlinks für die „Wild at Heart“-Reihe findet ihr auf der Webseite des Film Festival Cologne: www.filmfestival.cologne/wild-at-heart/

Werner Busch

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