Filmszene Aktuell

Filmemacherinnen sichtbar machen: Berlinale-Plattform des IFFF Dortmund+Köln

Während der 76. Berlinale lädt das IFFF Dortmund+Köln zu seinem internationalen Branchentreffen „The Connection: Women’s Film Festivals Now“ ins Institut français Berlin. Im Fokus steht in diesem Jahr das Herat International Women’s Film Festival – und die Frage, wie Filmemacherinnen aus Afghanistan solidarisch und konkret unterstützt werden können.

Von Werner Busch.


Seit Jahrzehnten sind Frauenfilmfestivals nicht nur Programm-Macher, sondern auch Infrastruktur: Orte, an denen Sichtbarkeit, Austausch und Solidarität praktisch werden. An diese Tradition knüpft das IFFF Dortmund+Köln während der Berlinale mit einem neuen Konzept an: Das jährliche Branchentreffen in Berlin wird künftig jeweils ein anderes internationales Frauenfilmfestival vorstellen – als Plattform für Networking, Wissenstransfer und mögliche Kooperationen.

Zum Auftakt richtet sich der „Spotlight“ auf das Herat International Women’s Film Festival, das bis 2020 stattfand und als erstes Festival seiner Art in Afghanistan gilt. Zu Gast ist dessen Gründerin, die Regisseurin und Produzentin Roya Sadat. Gemeinsam mit der afghanisch-kanadischen Autorin, Journalistin, Filmemacherin und Schauspielerin Nelofer Pazira richtet das Panel den Blick auf die regionale und internationale Wirkung des Festivals – und auf Strategien, wie diese wichtige Plattform unter den aktuellen Bedingungen fortgeführt und gestützt werden kann. Auf dem Podium diskutieren außerdem die Kuratorin Betty Schiel sowie Maxa Zoller (Künstlerische Leitung IFFF Dortmund+Köln). Grußworte kommen von Helga Binder und Lissandra Haulica. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Film- und Medienstiftung NRW.

Der Titel „The Connection“ ist dabei Programm: Es geht nicht um symbolische Gesten, sondern um die konkrete Frage, wie solidarische Unterstützung aussehen kann, damit Filmemacherinnen ihre eigenen Geschichten erzählen können – und welche Rolle Festivals, Förderstrukturen und internationale Netzwerke dabei spielen.

Statt klassischer „Industry“-Routine verspricht das Treffen damit einen selten klaren Fokus: ein konkretes Fallbeispiel, ein historisch gewachsenes Festivalmodell – und die Frage, wie es unter Druck weiterleben kann. Wer sich für Festivalarbeit, internationale Zusammenarbeit und feministische Filmpolitik interessiert, bekommt hier die Gelegenheit, Perspektiven aus erster Hand zu hören und direkt anzuknüpfen.

Termin und Ort: Am 17. Februar 2026 von 16:00 bis 19:00 Uhr im Institut français Berlin (Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich (Frist: 16. Februar 2026).

Am besten jetzt anmelden – und das Treffen gern an Kolleg:innen, Festivalmenschen und alle Interessierten weiterleiten.


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