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11. Kölner Kino Nächte

11. Kölner Kino Nächte

Vom 4. bis 7. Juli bringen die Kölner Kino Nächte mehr als 50 herausragende aktuelle Filme und Klassiker auf die Leinwände von 18 Spielorten im gesamten Stadtgebiet. Noch bis zum 14. Juni kann man sich ein Early-Bird-Ticket sichern, das für nur 12 Euro Einlass zu allen Veranstaltungen bietet. Das Filmfest der Kölner Kinos, Filminitiativen, Filmfestivals, Verleiher, Kultureinrichtungen und Hochschulen feiert in diesem Jahr mit der 11. Ausgabe sein Kölsches Jubiläum.

Bei dem Sommer-Filmfestival wird es auch zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen geben, wie etwa am Eröffnungstag, bei dem die Filmbrücke ab 21.30 Uhr das bei der Berlinale prämierte Drama „Oray“ in Anwesenheit von Regisseur Mehmet Akif Büyükatalay in Odonien zeigt. Auch andere ungewöhnlichere Kinoabspielorte finden sich im Programm: Das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln zeigt in seinen Ausstellungshallen ein Kurzfilmprogramm zum Thema „100 Jahre Bauhaus“.

Auch Führungen stehen auf dem Programm der Kölner Kino Nächte. Besonders beliebt wird auch in diesem Jahr die Führung durch die MMC Studios in Köln Ossendorf sein. Eine Reservierung für einen der 30 begehrten Plätze ist mit einer Mail an info@kinogesellschaftkoeln.de (noch) möglich.

Ein weiteres Highlight der Kino Nächte ist nur mit dem Fahrrad erlebbar. Bei „Shorts on Wheels“ werden Fassaden und Mauern während einer großen Fahrradtour zu Leinwänden und Hinterhöfe zu Kinosälen. Und das nicht ganz zufällig: „Wir bringen Fahrradkultur und Filmszene auf einzigartige Weise zusammen und lenken die Aufmerksamkeit auf Orte, die ihren Platz in der Stadt stetig verteidigen müssen“, so die Veranstalter, zu denen das Kurzfilmfestival Köln gehört.

Da digitale Filmkopien auch für Klassiker die Normalität geworden sind, entscheiden sich auch einige Veranstalter bewusst dazu, Filme in ihrem originalen Aufführungsformat als 35mm Filmkopien zu zeigen. Zum Beispiel am Samstagabend im Filmforum NRW: Die Sammlung Leo Schönecker präsentiert eine deutsche Kopie des Ingmar-Bergman-Klassikers „Das siebente Siegel“ aus dem Fundus des Kölner Filmsammlers. Anschließend, um 19 Uhr, zeigt das Filmplus-Festival mit „Knight Moves – Ein mörderisches Spiel“, den ersten Spielfilm, der im Jahr 1991 digital an einem Computer geschnitten wurde – ebenfalls auf Film.

Neben etablierten Klassikern gibt es auch viele wunderbare, abseitigere Wege durch die Filmgeschichte zu begehen. Die Filmreihe Re:Screen bringt den Kultfilm „The Warriors“ zurück auf die Leinwand, die Kino Gesellschaft Köln den blutlustigen „Andy Warhols Dracula“ (beide Samstag).

Sehr viele herausragende Dokumentarfilme stehen bei den Kölner Kino Nächten besonders im Vordergrund. Etwa „Before Stonewall“ im Filmpalette Kino, der den Aufstand in einer New Yorker Bar im Juni 1969 beleuchtet, der zum Ursprungsmythos des schwul-lesbischen Aktivismus im Kampf um eigene Rechte und gesellschaftliche Anerkennung wurde – und bis heute auf der ganzen Welt beim Christopher-Street-Day gefeiert wird. Die Dokomotive zeigt in der Niehler Freiheit „A Woman Captured“, der die unglaubliche Geschichte einer Frau erzählt, die seit über 10 Jahren in Ungarn in einem Haus als Sklavin gehalten wird. Das Filmteam hat Zugang zu dem Haus, in dem die 52-jährige bei 20-Stunden-Arbeitstagen alles für ihre Unterdrücker tun muss, die ihr die Ausweispapiere weggenommen haben. Sie fasst den Plan zu fliehen.

Mehr Infos zum Programm, den Filmen und Veranstaltungen auf:
www.koelner-kino-naechte.de

Das Early Bird Ticket (noch bis 14. Juni) und reguläre Tickets können über die Website der Kölner Kino Nächte geordert werden.

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