Allgemein Filmszene Aktuell

KHM Ausstellung 2020: Open-Air-Filmabende im Kölner Radstadion

Bild: KuLaDig

Im Rahmen der KHM Ausstellung 2020 (15. bis 19. Juli) werden im Kölner Radstadion aktuelle Diplomfilme der KHM unter freiem Himmel gezeigt. Die Filmemacher*innen sind anwesend. Der Eintritt ist frei.

Do, 16. Juli & Fr, 17. Juli, 21:30 Uhr, Einlass ab 20 Uhr
Radstadion Albert-Richter-Bahn
Peter-Günther-Weg 2, 50933 Köln-Müngersdorf
Der Eintritt ist frei | Online-Anmeldung ab 8. Juli, 12 Uhr

Das Filmprogramm der KHM Ausstellung 2020 präsentiert 18 Diplomfilme aus dem Studienjahr 2019/2020 in insgesamt 13 Programmblöcken, die im hochschuleigenen Aulakino vom 16. bis 19. Juli präsentiert werden. Am Donnerstag und Freitag, jeweils um 21:30 Uhr, starten zwei Open-Air-Filmprogramme im Radstadion in Köln-Müngersdorf. Die Regisseur*innen, Autor*innen und Bildgestalter*innen sind anwesend und geben nach der Vorführung ihrer Filme im Gespräch mit ihren Diplomprüfer*innen Einblick in die Konzeption und Realisierung ihrer Abschlussarbeiten.

Donnerstag, 16. Juli 2020, 21:30 Uhr, Eintritt frei, Einlass ab 20 Uhr
Begrüßung: Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Rektorin der KHM
Moderation: Prof. Melissa de Raaf und Prof. Didi Danquart
Die Plätze sind begrenzt. Eine Online-Anmeldung vorab ist erforderlich hier

Berzah, Episodenfilm von Deren Ercenk, 2020, 25 Min. mehr
Ein Stromausfall in einem All-inclusive-Hotel; ein Wiedersehen am Rande einer Steppe; und ein an Sisyphos anmutender Kraftakt in den Straßen von Izmir. In drei Kurzgeschichten erzählt der Film von Zuständen der inneren, wie äußeren Überhitzung, von der Scham und von der Mühsal im Alltag einer tief gespaltenen Gesellschaft an der Türkischen Ägäis. 

Ghost, Experimentalfilm von Jeayoung Koh, 2020, 11 Min. mehr
Eine anonyme Menschenmenge steigt in die Straßenbahn ein. Nach einem kurzen Verweilen verlässt sie den Raum wieder. Die kurzen Aufenthalte der Passagiere wurden im März und April 2019 in Kölner Straßenbahnen aufgenommen. Wie verbringen wir diese kurzen Aufenthalte? Was nehmen wir von der vorbeifliegenden städtischen Landschaft wahr? Was entdecken wir in den alltäglichen, gewöhnlichen Szenen? Der Film ist eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen und setzt die dokumentierten Bilder und Klänge in eine poetische Erzählform um. 

> Them People, Animationsfilm von Nausheen Javed, 2020, 6 Min. mehr
Ein kleines Kind – dazu erzogen, den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen – kann nicht zwischen Liebe und Angst unterscheiden. „Them People“ beschäftigt sich mit der Intoleranz gegenüber den Anderen sowie mit der Besessenheit, die eigene Identität definieren zu wollen. Die Abwertung der Anderen zeigt sich durch eine herabschauende Haltung gegenüber Essgewohnheiten, Kleidung, Intimleben oder dem allgemeinen Lebensstil. 

> Klusa daba, Spielfilm von Anna Ansone, 2020, 23 Min. mehr
Elina kehrt in das Haus zurück, indem sie aufgewachsen ist, um sich mit dem Nachlass ihrer Großmutter zu befassen und das Haus potentiellen Käufern zu zeigen. Die Präsenz des Geists ihrer Großmutter lässt sie über das kalte Verhältnis der Großmutter zu ihrer Mutter reflektieren und sie stellt fest, dass ihre eigene Beziehung zu ihrer Mutter eine ähnliche Richtung einschlägt. 

> The Ghosts We Left at Home, Spielfilm von Faris Alrjoob und Laura Emma Hansen, 2020, 21 Min. mehr
„The Ghosts We Left at Home“ ist ein rohes und sinnliches Portrait eines Mannes in Trauer und einer Stadt in Brand. Der Film spielt am Rande der Realität, wo Kräfte der Maskulinität und Weiblichkeit alternieren, verschmelzen, sich anziehen und abstoßen. 

Freitag, 17. Juli 2020, 21:30 Uhr, Einlass ab 20 Uhr
Begrüßung: Prof. Sophie Maintigneux, Prorektorin der KHM
Moderation: Prof. Sophie Maintigneux und Prof. Sebastian Richter
Die Plätze sind begrenzt. Eine Online-Anmeldung vorab ist erforderlich hier

> Lychen 92, Spielflm von Constanze Klaue und Florian Brückner, 2020, 30 Min. mehr
Brandenburg 1992: Moritz Schmidtke (12) verbringt den Urlaub mit seiner Familie auf einem Zeltplatz, während in Rostock die ersten Autos brennen. Die Probleme der Eltern, die Veränderungen durch das neue System und die brutalen Schwimmstunden des Vaters haben ihre Spuren hinterlassen. Erst als der Junge Enrico beinahe ertrinkt, beginnt Moritz die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um nicht länger Opfer seiner Umwelt zu sein. „Lychen 92“ ist eine Adaption der Kurzgeschichte „Elmer“ von Andreas Steinhöfel. 

> Mamma Mila Me, Spielfilm von Brock Labrenz, 2019, 17 Min. mehr
Vincent ist das älteste Kind einer traditionellen Familie. Das jähzornige Verhalten des Vaters überschattet das Zusammenleben. Die Mutter erträgt dies, um den Familienalltag am Laufen zu halten. Vincent wächst mit diesen Spannungen auf; für ihn sind sie so normal wie das gemeinsame Frühstück. Doch als der Vater gegenüber seiner kleinen Schwester und ihrer Babysitterin ausrastet, bricht Vincent zum ersten Mal sein Schweigen und steht für seine Mutter ein.

> No, Spielfilm von Bruno Manguen Sapiña und Alexander Pauckner, 2020, 15 Min. mehr
Nach einer gemeinsamen Nacht fordert Frida ihre Selbstständigkeit. Ihr Wille nach Unabhängigkeit wird für sie schreckliche Konsequenzen haben, wie für so viele Frauen in Mexiko. 

> vom Ende, Dokumentarfilmvon Anna Verena Müller, 2020, 25 Min. mehr
Was hat das Ende chemischer Reaktionen mit dem Ende der Arbeitszeit gemeinsam? Und inwiefern gibt es ein Ende im Universum und in der Literatur? Ein Dokumentarfilm über Geschichten und Auseinandersetzungen von acht Protagonist*innen, die aus unterschiedlichen Perspektiven vom Ende erzählen. 

> Andrej, Spielfilm von Roman Wegera und Chantal Bergemann, 2020, 21 Min. mehr
Eine Fahrt durch die Nacht, ein Sturz, eine Wunde im Gesicht. Ein Stigma. Was ist es, was Andrej umtreibt? Verzweifelt versucht er, jemanden zu finden, mit dem er reden kann. Doch das ersehnte Gespräch bleibt ihm verwehrt. Ist ein Neuanfang möglich ohne die Akzeptanz der Vergangenheit?


Zur Geschichte des Kölner Radstadions

Das Radstadion wurde 1996 eröffnet und befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Rheinergie-Stadion und der Deutschen Sporthochschule im Kölner Stadtteil Müngersdorf. Es dient das ganze Jahr über als Trainings-, Ausbildungs- und Veranstaltungsstätte. Die zwischen 13° und 43° überhöhte Holzbahn ist 250 Meter lang und entspricht der Olympianorm für Geschwindigkeiten bis 85 km/h. Das von den Architekten Herbert und Ralph Schürmann entworfene Radstadion bietet Platz für bis zu 2.500 Zuschauer und ist zum Teil überdacht. Seit 1996 trägt die Bahn den offiziellen Namen Albert-Richter-Bahn und erinnert an den Kölner Radsportler Albert Richter, der 1932 die Weltmeisterschaft der Amateure im Sprint gewann und 1940 mutmaßlich von der Gestapo im Gefängnis in Lörrach ermordet wurde.

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