Der Kölner Kulturrat nimmt Abschied von Dr. Peter Bach, seinem Gründer und langjährigen Sprecher. Bach hat die Kulturpolitik der Stadt über Jahrzehnte geprägt – mit Initiativen, Debatten und Formaten, die Kunst und Stadtgesellschaft zusammenbrachten.
Von Werner Busch.
Am 13. März 2026 hat der Kölner Kulturrat den Tod von Dr. Peter Bach bekanntgegeben, dem Gründer des Vereins und langjährigen kulturpolitischen Impulsgeber der Stadt. Bach war nicht nur Gründer des Kölner Kulturrats, sondern über viele Jahre auch dessen prägende Stimme – ein Kulturförderer im besten Sinn, der nicht verwaltete, sondern gestaltete. Sein Leitgedanke: Eine lebendige Kulturszene entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich einmischen und dranbleiben.
Schon 1994 setzte Bach mit der Gründung desKunstSalon e. V. ein Zeichen. Mit Freund*innen und Gleichgesinnten schuf er einen Ort, an dem Kunst und Stadtgesellschaft bewusst in Austausch treten konnten. Formate wie der sonntägliche Jour Fixe sowie Reihen wie „Musik in den Häusern der Stadt“ und „Literatur in den Häusern der Stadt“ brachten Kunst und Publikum in eine unmittelbare Nähe, die bis heute nachwirkt.
1998 gab Bach den Impuls zur Gründung des Kölner Kulturrats und führte ihn 16 Jahre lang als Sprecher. In dieser Zeit initiierte er kulturpolitische Debatten, die über Köln hinaus Aufmerksamkeit fanden, und legte wichtige Grundlagen für den Kölner Kulturentwicklungsplan. Mit dem Kölner Kulturindex schuf er ein Instrument, das der Szene Gehör verschaffte; zudem rief er den Kölner Kulturpreis ins Leben, der bis heute herausragende Leistungen im Kulturbereich würdigt.
Bach war dabei nie nur Moderator, sondern Akteur. Wo Kulturangebote gestrichen werden sollten, griff er ein – und erreichte mit einem breiten Aktionsbündnis, dass bereits beschlossene Budgetkürzungen zurückgenommen wurden. Wer ihn erlebt hat, erinnert sich an einen direkten, lösungsorientierten Stil und an den unbedingten Willen, etwas zu bewegen – auch wenn das bedeutete, Konflikte auszutragen.
Der Kölner Kulturrat schreibt: Peter Bach habe die Kölner Kultur nicht nur begleitet, sondern „mitgeschrieben“. Er wird fehlen.
Dr. Peter Bach bei der Verleihung des Kölner Kulturpreises 2019, Foto: Klaus Wohlmann / Kölner Kulturrat
Der Kölner Kulturrat nimmt Abschied von Dr. Peter Bach, seinem Gründer und langjährigen Sprecher. Bach hat die Kulturpolitik der Stadt über Jahrzehnte geprägt – mit Initiativen, Debatten und Formaten, die Kunst und Stadtgesellschaft zusammenbrachten.
Von Werner Busch.
Am 13. März 2026 hat der Kölner Kulturrat den Tod von Dr. Peter Bach bekanntgegeben, dem Gründer des Vereins und langjährigen kulturpolitischen Impulsgeber der Stadt. Bach war nicht nur Gründer des Kölner Kulturrats, sondern über viele Jahre auch dessen prägende Stimme – ein Kulturförderer im besten Sinn, der nicht verwaltete, sondern gestaltete. Sein Leitgedanke: Eine lebendige Kulturszene entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich einmischen und dranbleiben.
Schon 1994 setzte Bach mit der Gründung des KunstSalon e. V. ein Zeichen. Mit Freund*innen und Gleichgesinnten schuf er einen Ort, an dem Kunst und Stadtgesellschaft bewusst in Austausch treten konnten. Formate wie der sonntägliche Jour Fixe sowie Reihen wie „Musik in den Häusern der Stadt“ und „Literatur in den Häusern der Stadt“ brachten Kunst und Publikum in eine unmittelbare Nähe, die bis heute nachwirkt.
1998 gab Bach den Impuls zur Gründung des Kölner Kulturrats und führte ihn 16 Jahre lang als Sprecher. In dieser Zeit initiierte er kulturpolitische Debatten, die über Köln hinaus Aufmerksamkeit fanden, und legte wichtige Grundlagen für den Kölner Kulturentwicklungsplan. Mit dem Kölner Kulturindex schuf er ein Instrument, das der Szene Gehör verschaffte; zudem rief er den Kölner Kulturpreis ins Leben, der bis heute herausragende Leistungen im Kulturbereich würdigt.
Bach war dabei nie nur Moderator, sondern Akteur. Wo Kulturangebote gestrichen werden sollten, griff er ein – und erreichte mit einem breiten Aktionsbündnis, dass bereits beschlossene Budgetkürzungen zurückgenommen wurden. Wer ihn erlebt hat, erinnert sich an einen direkten, lösungsorientierten Stil und an den unbedingten Willen, etwas zu bewegen – auch wenn das bedeutete, Konflikte auszutragen.
Der Kölner Kulturrat schreibt: Peter Bach habe die Kölner Kultur nicht nur begleitet, sondern „mitgeschrieben“. Er wird fehlen.