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Zum Tod von Peter Bach: Ein Kulturförderer, der Köln geprägt hat

Als Gründer des KunstSalon und des Kölner Kulturrats hat Dr. Peter Bach über Jahrzehnte kulturpolitische Debatten angestoßen, Räume für Austausch geschaffen – und die Kulturszene der Stadt maßgeblich mitgeprägt.

Von Werner Busch.


In Köln ist sein Name mit zwei Institutionen eng verbunden: dem Kölner Kulturrat und dem KunstSalon Köln. Beide haben Bach nicht nur als Initiator erlebt, sondern als Antreiber, der Kultur als öffentliche Aufgabe verstand – und als etwas, das man nicht „verwaltet“, sondern gemeinsam möglich macht.

Bereits vor über dreißig Jahren gründete Bach den KunstSalon. Dass aus dieser Idee ein dauerhaftes Format werden würde, konnte er damals nicht wissen. Doch sein Grundsatz war klar: Die Künste, so seine Überzeugung, brauchen die Unterstützung der Bürgerschaft. Der KunstSalon schuf dafür einen Rahmen – mit Möglichkeiten, Kunst zu fördern und vor allem einen Austausch von und mit Künstler*innen zu ermöglichen. Genau diese Verbindung von Engagement und Gespräch, von Förderung und Begegnung, prägte den Charakter der Initiative.

Der KunstSalon erinnert in seinem Nachruf an Bachs besondere Mischung aus Neugier und Beharrlichkeit: an das Interesse, mehr von Künstler*innen zu erfahren; an die Kraft, manchmal unmöglich Erscheinendes möglich zu machen; an Hartnäckigkeit und Charisma, die sich nicht auf einzelne Sparten richteten, sondern auf die Künste „und zwar alle Künste“. Sein Wirken, schreibt der KunstSalon, könne „nicht hoch genug eingeschätzt werden“.

1998 gab Bach dann den Impuls zur Gründung des Kölner Kulturrats und führte ihn 16 Jahre lang als Sprecher. In dieser Zeit initiierte er kulturpolitische Debatten, die über Köln hinaus wahrgenommen wurden, und legte wichtige Grundlagen für den Kölner Kulturentwicklungsplan. Mit dem Kölner Kulturindex schuf er ein Instrument, das der Szene Gehör verschaffte; zudem rief er den Kölner Kulturpreis ins Leben, der bis heute herausragende Leistungen im Kulturbereich würdigt. Wo Kulturangebote gestrichen werden sollten, griff Bach ein – und erreichte mit einem breiten Aktionsbündnis, dass bereits beschlossene Budgetkürzungen zurückgenommen wurden.

Die frühere Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete Bach als „großer Beweger“ der Kölner Kulturszene, der mit der Gründung von KunstSalon und Kulturrat das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich geprägt habe. Wer Bach in Debatten erlebt hat, erinnert sich an einen direkten, lösungsorientierten Stil – und an den Willen, Kultur nicht als Randthema zu behandeln, sondern als Kern städtischer Öffentlichkeit.

Dr. Peter Bach hat die Kölner Kultur mitgeschrieben. Er wird fehlen.

Die Gedanken sind bei seiner Familie.

Dr. Peter Bach bei der Verleihung des Kölner Kulturpreises 2019, Foto: Klaus Wohlmann / Kölner Kulturrat

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