Hollywood im Rheinland: Der 26-jährige Phillip Schwellenbach hat über mehrere Jahre hinweg seinen ersten Langfilm realisiert – einen englischsprachigen Crime-Thriller, der in den USA spielt, aber größtenteils zwischen Siegburg, Bornheim und rheinischen Kiesgruben entstand. Am 30. September läuft Faster, Hollywood: Die! Die! im Filmpalast Köln. Filmszene.Koeln verlost 2×2 Karten.
Von Werner Busch.
Es ist die Art von Filmprojekt, die vor allem von Beharrlichkeit lebt. Schon als Kind drehte Phillip Schwellenbach mit dem Camcorder seines Vaters kleine Filme, später studierte der Siegburger Regie an der Macromedia Akademie in Köln. Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 schrieb er das Drehbuch zu seinem ersten Langfilm – und machte sich anschließend daran, aus dem Rheinland ein Stück Amerika zu bauen.
Faster, Hollywood: Die! Die! erzählt von Billy und Jilly, einem berüchtigten kriminellen Paar, das sein bisheriges Leben hinter sich lassen will. Doch ein Detective ist ihnen bereits auf der Spur – und verfolgt dabei seine ganz eigenen Interessen. Der Titel ist eine Verbeugung vor Russ Meyers Faster, Pussycat! Kill! Kill!, während Schwellenbach als weitere Bezugspunkte insbesondere das amerikanische Genre-Kino der 1960er- und 1970er-Jahre nennt.
New Mexico liegt im Rheinland
Bemerkenswert ist vor allem, mit welchen Mitteln dieser amerikanische Kosmos entstanden ist. Was im Film nach Wüstenlandschaft aussieht, wurde unter anderem in Kiesgruben bei Wesseling und Kerpen-Buir gedreht. Ein American Diner fand Schwellenbach in Bornheim, weitere Schauplätze in Siegburg. Lediglich einige Establishing Shots – darunter Aufnahmen von Highways, Trucks und dem Hollywood Boulevard – entstanden tatsächlich in den USA. Die Produktion zog sich über mehrere Jahre und wurde mit einem Budget von rund 20.000 Euro weitgehend unabhängig realisiert.
Schwellenbach übernahm dabei nicht nur Regie und Drehbuch, sondern auch den Schnitt. Vor der Kamera stehen unter anderem Dominik Penschek, Merle Peters-Moorhouse und der US-amerikanisch-österreichische Schauspieler Jeff Zach als Detective Detweiler. Gedreht wurde von Beginn an auf Englisch. In der Postproduktion sollte das digital aufgenommene Material zugleich einen deutlich analogeren, körnigeren Filmlook erhalten – bewusst entfernt von einer glatten Streaming-Ästhetik.
Auch als fertiger Film ist Faster, Hollywood: Die! Die! bemerkenswert. Vor allem visuell liegt das Projekt deutlich über vergleichbaren „Selfmade-Produktionen“: Das breite Scope-Format, die sorgfältig gewählten Motive, die Bildgestaltung und das Grading lassen oft komplett vergessen, dass dieser Film nicht tatsächlich in den USA gedreht wurde. Besonders Jeff Zach als Detective Detweiler gibt dem Film mit seiner Präsenz viel Halt. An anderer Stelle merkt man dagegen, dass Schwellenbach aufgrund des stark begrenzten Budgets nicht mit einem vollen Kartenset filmischer Mittel arbeiten konnte. Das Drehbuch erklärt und spricht mitunter mehr, als nötig wäre – gerade weil die starken Bilder und die angelegte Suspense durchaus tragen können. Umso interessanter ist die Perspektive: Inszenierung, Look und auch das professionelle Marketing zeigen, wie viel gestalterisches Gespür vorhanden ist. Mit größerem Budget, erfahrenerem Ensemble und einer breiter aufgestellten Crew dürfte Schwellenbach seine Stärken noch wesentlich konsequenter ausspielen können. Faster, Hollywood: Die! Die! ist eine sehr sympathische, überzeugende Visitenkarte für junges, unabhängiges Filmemachen in Deutschland.
Nach seiner Uraufführung am 9. Juni 2026 in der Filmwelt Lippe in Lage kommt das Independent-Projekt nun auch nach Köln. Der Filmpalast zeigt Faster, Hollywood: Die! Die! am Mittwoch, 30. September, um 19:30 Uhr im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
2×2 Karten zu gewinnen
Filmszene Köln verlost 2×2 Karten für die Köln-Premiere von Faster, Hollywood: Die! Die! am 30. September um 19:30 Uhr im Filmpalast. Schreibt uns eine Email mit dem Betreff „Faster, Hollywood“ an redaktion@filmszene.koeln oder regiert auf unsere Social Media Postings, um an der Verlosung bis zum 27.9.2026 teilzunehmen.
Hollywood im Rheinland: Der 26-jährige Phillip Schwellenbach hat über mehrere Jahre hinweg seinen ersten Langfilm realisiert – einen englischsprachigen Crime-Thriller, der in den USA spielt, aber größtenteils zwischen Siegburg, Bornheim und rheinischen Kiesgruben entstand. Am 30. September läuft Faster, Hollywood: Die! Die! im Filmpalast Köln. Filmszene.Koeln verlost 2×2 Karten.
Von Werner Busch.
Es ist die Art von Filmprojekt, die vor allem von Beharrlichkeit lebt. Schon als Kind drehte Phillip Schwellenbach mit dem Camcorder seines Vaters kleine Filme, später studierte der Siegburger Regie an der Macromedia Akademie in Köln. Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 schrieb er das Drehbuch zu seinem ersten Langfilm – und machte sich anschließend daran, aus dem Rheinland ein Stück Amerika zu bauen.
Faster, Hollywood: Die! Die! erzählt von Billy und Jilly, einem berüchtigten kriminellen Paar, das sein bisheriges Leben hinter sich lassen will. Doch ein Detective ist ihnen bereits auf der Spur – und verfolgt dabei seine ganz eigenen Interessen. Der Titel ist eine Verbeugung vor Russ Meyers Faster, Pussycat! Kill! Kill!, während Schwellenbach als weitere Bezugspunkte insbesondere das amerikanische Genre-Kino der 1960er- und 1970er-Jahre nennt.
New Mexico liegt im Rheinland
Bemerkenswert ist vor allem, mit welchen Mitteln dieser amerikanische Kosmos entstanden ist. Was im Film nach Wüstenlandschaft aussieht, wurde unter anderem in Kiesgruben bei Wesseling und Kerpen-Buir gedreht. Ein American Diner fand Schwellenbach in Bornheim, weitere Schauplätze in Siegburg. Lediglich einige Establishing Shots – darunter Aufnahmen von Highways, Trucks und dem Hollywood Boulevard – entstanden tatsächlich in den USA. Die Produktion zog sich über mehrere Jahre und wurde mit einem Budget von rund 20.000 Euro weitgehend unabhängig realisiert.
Schwellenbach übernahm dabei nicht nur Regie und Drehbuch, sondern auch den Schnitt. Vor der Kamera stehen unter anderem Dominik Penschek, Merle Peters-Moorhouse und der US-amerikanisch-österreichische Schauspieler Jeff Zach als Detective Detweiler. Gedreht wurde von Beginn an auf Englisch. In der Postproduktion sollte das digital aufgenommene Material zugleich einen deutlich analogeren, körnigeren Filmlook erhalten – bewusst entfernt von einer glatten Streaming-Ästhetik.
Auch als fertiger Film ist Faster, Hollywood: Die! Die! bemerkenswert. Vor allem visuell liegt das Projekt deutlich über vergleichbaren „Selfmade-Produktionen“: Das breite Scope-Format, die sorgfältig gewählten Motive, die Bildgestaltung und das Grading lassen oft komplett vergessen, dass dieser Film nicht tatsächlich in den USA gedreht wurde. Besonders Jeff Zach als Detective Detweiler gibt dem Film mit seiner Präsenz viel Halt. An anderer Stelle merkt man dagegen, dass Schwellenbach aufgrund des stark begrenzten Budgets nicht mit einem vollen Kartenset filmischer Mittel arbeiten konnte. Das Drehbuch erklärt und spricht mitunter mehr, als nötig wäre – gerade weil die starken Bilder und die angelegte Suspense durchaus tragen können. Umso interessanter ist die Perspektive: Inszenierung, Look und auch das professionelle Marketing zeigen, wie viel gestalterisches Gespür vorhanden ist. Mit größerem Budget, erfahrenerem Ensemble und einer breiter aufgestellten Crew dürfte Schwellenbach seine Stärken noch wesentlich konsequenter ausspielen können. Faster, Hollywood: Die! Die! ist eine sehr sympathische, überzeugende Visitenkarte für junges, unabhängiges Filmemachen in Deutschland.
Nach seiner Uraufführung am 9. Juni 2026 in der Filmwelt Lippe in Lage kommt das Independent-Projekt nun auch nach Köln. Der Filmpalast zeigt Faster, Hollywood: Die! Die! am Mittwoch, 30. September, um 19:30 Uhr im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
2×2 Karten zu gewinnen
Filmszene Köln verlost 2×2 Karten für die Köln-Premiere von Faster, Hollywood: Die! Die! am 30. September um 19:30 Uhr im Filmpalast. Schreibt uns eine Email mit dem Betreff „Faster, Hollywood“ an redaktion@filmszene.koeln oder regiert auf unsere Social Media Postings, um an der Verlosung bis zum 27.9.2026 teilzunehmen.
Tickets und weitere Informationen beim Filmpalast Köln.