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Die neuen Termine des Frauenfilmfestivals

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln kehrt zurück, kündigt neue Termine an und zeigt Teile seines Programms im Juli und September in Köln. Mehr zu den Plänen und dem neuen Fokus „Nach der Wende“ in diesem Artikel.

·      1. Juli 2020, DIE DOHNAL – Frauenministerin / Feministin / Visionärin. Dokumentarfilm & Gespräch mit Sabine Derflinger und Alice Schwarzer 
im Rahmen der Reihe »ifs-Begegnung. Gender & Diversity« 19 Uhr, Filmforum NRW, Eintritt frei  

·      11. Juli 2020, das IFFF präsentiert den preisgekrönten Dokumentarfilm LOVEMOBIL bei den Kölner Kinonächten, 17.45 Uhr, Odeon Kino Köln 

·      10.-13. September 2020: Festival im Filmforum NRW, Filmpalette & Odeon

Kurz vor dem Shutdown musste das IFFF Dortmund | Köln seine für Mitte März geplante Ausgabe in Köln absagen. Doch für die neue Festivalleiterin Maxa Zoller und ihr Team stand schnell fest: Das Festival soll und kann weder ausschließlich im Netz stattfinden, noch darf das sorgfältig kuratierte Programm ungezeigt als Corona-Ausgabe in den bereits gedruckten Katalogen verschwinden.

Was ist anders beim Festival?

Ressourcenbedingt können nicht alle Programme im September präsentiert werden – es gibt schlicht nicht genug Orte und Termine. So wird ein Teil Filme während der Festivalzeit online zu sehen sein, andere Filme werden im Laufe des Jahres in Kooperationen präsentiert und einige Arbeiten werden auf die kommende Ausgabe 2021 in Dortmund geschoben. 

Das Festival-Headquarter zieht ins art’otel am Rheinauhafen. Dort sind dann die Gäste des Festivals untergebracht und die Voraussetzungen ideal für eine sichere Logistik. 

Das ist bisher geplant:

1. Juli 2020: ifs Begegnung. Gender & Diversity
DIE DOHNAL – Frauenministerin / Feministin / Visionärin

Der erste Festivalfilm ist bereits am 1. Juli zu sehen. In der Reihe »ifs-Begegnung« Gender & Diversity zeigen wir den aktuellen österreichischen Dokumentarfilm DIE DOHNAL – Frauenministerin / Feministin / Visionärin. Regisseurin Sabine Derflinger schreibt darin ein Stück politische Emanzipationsgeschichte: Johanna Dohnal, die 1979 als Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen ihre politische Karriere begann und später die erste Frauenministerin Österreichs wurde (1990-95), war eine der prägendsten Figuren der feministischen Bewegung des Landes und darüber hinaus. 

Zum anschließenden Filmgespräch mit der Regisseurin Sabine Derflinger wird auch eine der Weggefährtinnen Johanna Dohnals zu Gast sein wird: Journalistin und Herausgeberin der »Emma«, Alice Schwarzer. Moderation: Dr. Maxa Zoller

11. Juli 2020: Das IFFF präsentiert LOVEMOBIL bei den Kölner Kinonächten

Der außergewöhnliche und preisgekrönte Dokumentarfilm von Elke Margarete Lehrenkrauss ist ein Film der leisen Töne. Sie begleitet Sexarbeiterinnen, die in Wohnmobilen an niedersächsischen Landstraßen arbeiten. Es sind sehr private Einblicke in das Gefühlsleben der Protagonistinnen, die der Film ermöglicht. 

Dem fulminanten Kinostart von Lovemobil setzte die Pandemie ein jähes Ende. Hier gibt es nun Gelegenheit, diesen einmaligen Film doch noch im Kino zu sehen!

Das Festival ab 10. September

Am 10. September startet das Festival wie ursprünglich geplant mit der Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms Becoming Black von Iris Johnson-Spain im Filmforum NRW. Johnson-Spainrekonstruiert ihre eigene Familiengeschichte: Wie kann sie als Person of Color das Kind von weißen Eltern sein? In ihrem Selbstporträt entspannt sie klug einen bisher ungeschriebenen Teil deutscher Historie. Der Film ist auch ein zentrales Werk des diesjährigen Festivalfokus.

Am selben Abend werden auch die Preise der vier Wettbewerbe vergeben. Die Preise (Internationaler Debüt-Spielfilmwettbewerb; Nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen sowie neu der Shoot – Nachwuchspreis für KHM-Absolventinnen und der ECFA-Kurzfilmpreis) wurden pandemiebedingt von den Jurys bereits im Vorfeld ermittelt. Diese Filme sind dann im viertätigen Festivalprogramm zu sehen.

Fokus: Nach der Wende 1990 | 2020

Zum 30. Jubiläum des historisch beispiellosen Ereignisses Deutsche Wiedervereinigung im Oktober 2020 setzen wir in einem umfangreich recherchierten Programm ostdeutsche Erfahrungen im Filmschaffen von Regisseurinnen ins Licht. Für diesen weitgehend unerforschten Bereich der deutschen Filmgeschichte hat das Festival Pionierarbeit geleistet, die im kommenden Jahr auch in einer Publikation münden wird. 

Zahlreiche Regisseurinnen, Kuratorinnen und Publizistinnen haben die für sie relevantesten Filme in unsere vielstimmige Bestandsaufnahme eingebracht. Diese filmischen Kostbarkeiten dienen einem erweiterten Verständnis der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte. Das Programm bietet Raum für Brüche, Neuanfänge und marginalisierte Perspektiven und stellt Menschen in den Mittelpunkt, die sich subversiver Strategien bedienen, um ihre Spielräume auszuweiten. Was können wir davon heute noch lernen? 

Mit Beiträgen von Annekatrin Hendel, Ines Johnson-Spain, Cornelia Klauß, Therese Koppe, Grit Lemke, Barbara Metselaar, Thanh Nguyen Phuong, Tamara Trampe, Petra Tschörtner, u.a. Viele der Regisseurinnen werden zu Gesprächen in Köln zu Gast sein.

Weitere Infos unter:

www.frauenfilmfestival.eu
facebook.com/IFFF.Dortmund.Koeln
instagram.com/frauenfilmfestival
twitter.com/frauenfilmfest

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