Allgemein Festival Filmszene Aktuell

Das Programm des Internationalen Frauenfilmfestival ist jetzt online

Das IFFF Dortmund | Köln veröffentlicht heute das Programm seiner außerplanmäßigen September-Ausgabe. 
Vom 9.-13. September werden in mehreren Kölner Kinos und zum Teil online knapp 50 Filme der Festivaledition 2020 präsentiert. 
Der Ticketvorverkauf ist über die Plattform rausgegangen.de gestartet.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Formate: Die Festivaleröffnung am 9. September im geräumigen Kölner Filmpalast wird zugleich auch Preisverleihung sein. Die Preisträgerinnen wurden bereits im Vorfeld von den Jurys ausgewählt: Jetzt steht auch die Gewinnerin im Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb 2020 fest: Maya Da-Rin erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für A FEBRE, der 2019 in Locarno seine Premiere feierte und dort den Darstellerpreis erhielt. Der Film thematisiert die dramatischen Veränderungen des Lebensumfelds im brasilianischen Amazonasgebiet. 

Die internationale Jury war mit Claudia Steffen (CEO Pandora Film), Maria Paula Lorgia (Wissenschaftlerin, Kuratorin, Kolumbien) und Huei-Yin Chen (Kuratorin, „Women Make Waves“ Taiwan) besetzt. In ihrer Jurybegründung heißt es:„Maya Da-Rins Perspektive ist präzise und poetisch. Sie liefert eine scharfe und kluge Reflektion der gegenwärtigen Industrialisierung Brasiliens und deren Konsequenzen für die Privatleben und die Politik.“ Die Preisträgerin, die im vergangenen Jahr Mutter von Drillingen wurde, wird  auch aus diesem Grund nicht anwesend sein. Sie zeigte sich jedoch extrem glücklich und dankbar über die Auszeichnung:“…such an important and necessary initiative for the film community, unfortunately still dominated by the white and masculine gaze.“ 

A FEBRE ist beim Festival am 12. September, um 18 Uhr im Odeon Kino und vom 9.-13. September auf dem Festival-Streamingkanal zu sehen. Weitere Preisträgerinnenfilme in den Bereichen Kurzfilm für Kinder und Jugendliche, Nachwuchskünstlerin und Bildgestaltung werden am 9. September von Ehrengästen ausgezeichnet. 

Festivaleröffnung mit Deutschlandpremiere BECOMING BLACK / Fokus: Nach der Wende 1990|2020

Im Anschluss an die Preisvergabe wird als Eröffnungsfilm die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms BECOMING BLACK präsentiert, in dem die Regisseurin Ines Johnson-Spain einen kritischen Blick auf ihre eigene Kindheit als Schwarze Deutsche in der DDR wirft. Dies ist ein gerade in diesen Zeiten extrem relevanter und politischer Film, der zugleich die Festivalsektion Fokus Nach der Wende 1990|2020 eröffnet. 

Zum 30. Jubiläum des historisch beispiellosen Ereignisses der Deutschen Wiedervereinigung setzt das umfangreich recherchierte Programm ostdeutsche Erfahrungen im Filmschaffen von Regisseurinnen ins Licht. Das Festival freut sich besonders, zahlreiche Gäste des Fokus in Köln zu begrüßen, u.a. Annekatrin Hendel, Tina Bara, Kerstin Honeit, Ines Johnson-Spain, Therese Koppe, Grit Lemke, Barbara Metselaar, Thanh Nguyen Phuong, Tamara Trampe.Endlich auf der Leinwand – begehrt! filmlust queer
Das Festival wird einige Specials und das Programm seiner LGBTQI*-Sektion begehrt! filmlust queer komplett im Kino zeigen. Das Kölner queere Publikum erwartet eine Reihe von neuen starken Filmen verschiedenster Genres, die aktuellste Themen inhaltlich und ästhetisch bearbeiten – Transgender und Schwangerschaft, Intersexualität und die politische Dimensionen des queeren Körpers sind genauso im Programm vertreten wie ein (Rück)blick auf die bahnbrechende Kunst von Künstlerinnen wie Barbara Hammer, Rasheedah Phillips und Moor Mother aka Black Quantum Futurism, Eileen Myles, Audre Lorde und Dynasty Handbag (QUEER GENIUS, Chet Pancake). 

Alle Kinoveranstaltungen erfolgen unter den erforderlichen Gesundheitsmaßnahmen!

Online: Streaming der Wettbewerbs-Spielfilme
Für alle, die am Festival teilnehmen wollen, es aber nicht nach Köln schaffen, werden sechs der acht Debüt-Spielfilme der Wettbewerbsauswahl während der Festivalwoche als Streamingangebot erhältlich sein. 

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