Fast auf den Tag genau 130 Jahre nach der ersten Kino-Vorstellung in Deutschland kehren wir dorthin zurück, wo sich so etwas richtig anfühlt: in einen Kinosaal. Am 19. April lädt Köln im Film ins Filmforum NRW zur Stummfilm-Sonntags-Matinee „Film ab! 130 Jahre bewegte Bilder“ – mit frühen Filmwundern und Live-Musik.
Von Werner Busch.
Es gibt Geburtstage, die feiert man mit Kuchen. Und es gibt Geburtstage, die feiert man mit einem Zug, der in den Bahnhof einfährt. Mit Arbeiter:innen, die eine Fabrik verlassen, und einigen Bewohner:innen von Köln, die völlig verdutzt in das Kameraauge schauen. Genau um diese kleinen und großen Momente des Wunderns geht es in 𝐅𝐈𝐋𝐌 𝐀𝐁! – 𝟏𝟑𝟎 𝐉𝐀𝐇𝐑𝐄 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐆𝐓𝐄 𝐁𝐈𝐋𝐃𝐄𝐑, dem Stummfilmprogramm von Köln im Film, das am kommenden Sonntag, 19. April, im Filmforum NRW gezeigt wird – und uns fast punktgenau an den Beginn des Kinos zurückführt.
Denn am 20. April 1896 wurde das Kino in Deutschland geboren: Zum ersten Mal sah ein zahlendes Publikum in einem Saal am Kölner Augustinerplatz „lebende Photographien“. Die Kameramänner mit dem Cinématographe Lumière waren damals auf Einladung des Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck aus Frankreich nach Köln gekommen – und drehten direkt die ersten Filmaufnahmen in der Stadt.
Diese allerersten Filmaufnahmen von Köln werden das Programm eröffnen kurze dokumentarische Miniaturen (jeweils etwa 50 Sekunden), es folgen frühe Trick- und Fantasieexperimente und Arbeiten, die zeigen, wie schnell aus dem „Abfilmen der Welt“ eine eigene Kunstform wurde. Da ist natürlich die Lust am Effekt stark vertreten: Georges Méliès, der die Leinwand zur Zauberbühne macht. Da ist die Pionierin Alice Guy, die als allererste Filmemacherin gilt und eine Pionierin des erzählerischen Mediums ist. Da ist Lotte Reiniger mit ihrer poetischen Scherenschnitttechnik. Und da sind Experimente von Hans Richter und Len Lye, die Rhythmus, Form und Bewegung von der reinen Erzählung lösen. Begleitet wird das Programm von 𝐑𝐨𝐥𝐟 𝐒𝐩𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫 (Gitarre) und 𝐊𝐨𝐫𝐧𝐞𝐥𝐢𝐮𝐬 𝐇𝐞𝐢𝐝𝐞𝐛𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 (Live-Elektronik).
Wer also Lust hat, sich an einem Sonntagmittag mal ganz elegant aus dem Heute zu verabschieden und gleichzeitig mitten hinein zu rutschen in das, was Kino einmal war – und immer noch ist –, hat hier den perfekten Anlass.
Termin im Filmforum NRW
So, 19.04.2026 · 12:00 Uhr Filmforum NRW im Museum Ludwig 𝐅𝐈𝐋𝐌 𝐀𝐁! – 𝟏𝟑𝟎 𝐉𝐀𝐇𝐑𝐄 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐆𝐓𝐄 𝐁𝐈𝐋𝐃𝐄𝐑 Stummfilmprogramm mit Live-Musik (Rolf Springer & Kornelius Heidebrecht)
Wiederholungen in anderen Städten
So, 26.04.2026 · 16:00 Uhr · Linden-Theater Frechen Mo, 04.05.2026 · 20:00 Uhr · Anneliese Geske Musik- und Kulturhaus / VHS Erftstadt So, 10.05.2026 · 12:00 Uhr · Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf
Fast auf den Tag genau 130 Jahre nach der ersten Kino-Vorstellung in Deutschland kehren wir dorthin zurück, wo sich so etwas richtig anfühlt: in einen Kinosaal. Am 19. April lädt Köln im Film ins Filmforum NRW zur Stummfilm-Sonntags-Matinee „Film ab! 130 Jahre bewegte Bilder“ – mit frühen Filmwundern und Live-Musik.
Von Werner Busch.
Es gibt Geburtstage, die feiert man mit Kuchen. Und es gibt Geburtstage, die feiert man mit einem Zug, der in den Bahnhof einfährt. Mit Arbeiter:innen, die eine Fabrik verlassen, und einigen Bewohner:innen von Köln, die völlig verdutzt in das Kameraauge schauen. Genau um diese kleinen und großen Momente des Wunderns geht es in 𝐅𝐈𝐋𝐌 𝐀𝐁! – 𝟏𝟑𝟎 𝐉𝐀𝐇𝐑𝐄 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐆𝐓𝐄 𝐁𝐈𝐋𝐃𝐄𝐑, dem Stummfilmprogramm von Köln im Film, das am kommenden Sonntag, 19. April, im Filmforum NRW gezeigt wird – und uns fast punktgenau an den Beginn des Kinos zurückführt.
Denn am 20. April 1896 wurde das Kino in Deutschland geboren: Zum ersten Mal sah ein zahlendes Publikum in einem Saal am Kölner Augustinerplatz „lebende Photographien“. Die Kameramänner mit dem Cinématographe Lumière waren damals auf Einladung des Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck aus Frankreich nach Köln gekommen – und drehten direkt die ersten Filmaufnahmen in der Stadt.
Diese allerersten Filmaufnahmen von Köln werden das Programm eröffnen kurze dokumentarische Miniaturen (jeweils etwa 50 Sekunden), es folgen frühe Trick- und Fantasieexperimente und Arbeiten, die zeigen, wie schnell aus dem „Abfilmen der Welt“ eine eigene Kunstform wurde. Da ist natürlich die Lust am Effekt stark vertreten: Georges Méliès, der die Leinwand zur Zauberbühne macht. Da ist die Pionierin Alice Guy, die als allererste Filmemacherin gilt und eine Pionierin des erzählerischen Mediums ist. Da ist Lotte Reiniger mit ihrer poetischen Scherenschnitttechnik. Und da sind Experimente von Hans Richter und Len Lye, die Rhythmus, Form und Bewegung von der reinen Erzählung lösen. Begleitet wird das Programm von 𝐑𝐨𝐥𝐟 𝐒𝐩𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫 (Gitarre) und 𝐊𝐨𝐫𝐧𝐞𝐥𝐢𝐮𝐬 𝐇𝐞𝐢𝐝𝐞𝐛𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 (Live-Elektronik).
Wer also Lust hat, sich an einem Sonntagmittag mal ganz elegant aus dem Heute zu verabschieden und gleichzeitig mitten hinein zu rutschen in das, was Kino einmal war – und immer noch ist –, hat hier den perfekten Anlass.
Termin im Filmforum NRW
So, 19.04.2026 · 12:00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig
𝐅𝐈𝐋𝐌 𝐀𝐁! – 𝟏𝟑𝟎 𝐉𝐀𝐇𝐑𝐄 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐆𝐓𝐄 𝐁𝐈𝐋𝐃𝐄𝐑
Stummfilmprogramm mit Live-Musik (Rolf Springer & Kornelius Heidebrecht)
Wiederholungen in anderen Städten
So, 26.04.2026 · 16:00 Uhr · Linden-Theater Frechen
Mo, 04.05.2026 · 20:00 Uhr · Anneliese Geske Musik- und Kulturhaus / VHS Erftstadt
So, 10.05.2026 · 12:00 Uhr · Black Box Kino im Filmmuseum Düsseldorf