Die Reihe NRW Independents holt am 22. September einen besonderen Dokumentarfilm aus dem Archiv des Filmbüro NW zurück auf die Leinwand. Milch und Honig aus Rotfront von Hans-Erich Viet erzählt von einer deutschstämmigen mennonitischen Gemeinschaft in Kirgisistan und von unterschiedlichen Vorstellungen von Heimat. Zum Filmgespräch kommen Regisseur Hans-Erich Viet, Kameramann Thomas Keller und Produzent Herbert Schwering ins Filmhaus Köln.
Von Werner Busch.
Mit der Reihe NRW Independents bringt das Filmbüro NW Filme zurück auf die Leinwand, die mit seiner Förderung entstanden sind und heute nur noch selten im Kino zu sehen sind. Die inzwischen 21. Ausgabe widmet sich am Dienstag, 22. September, Hans-Erich Viets Dokumentarfilm Milch und Honig aus Rotfront. Gezeigt wird eine frisch digitalisierte Fassung des Films, der Ende der 1990er-Jahre in Kirgisistan entstand.
Im Zentrum steht das Dorf Rotfront, rund acht Flugstunden von Deutschland entfernt. Dort leben Nachfahren von Mennoniten, deren Vorfahren einst aus Ostfriesland nach Zentralasien auswanderten. Deutsch und insbesondere Plattdeutsch sind in der Gemeinschaft ebenso erhalten geblieben wie andere kulturelle Spuren der früheren Heimat. Viet war 1995 während einer Reise deutscher Filmemacher durch Kirgisistan und Kasachstan auf das Dorf aufmerksam geworden. Wenige Jahre später kehrte er für die Dreharbeiten zurück.
Milch und Honig aus Rotfront konzentriert sich auf zwei Brüder und damit auf zwei unterschiedliche Lebensentscheidungen. Während der eine nach Deutschland zurückgekehrt ist, hat sich der andere bewusst dafür entschieden, in Kirgisistan zu bleiben. Von dieser Familiengeschichte ausgehend öffnet der Film den Blick auf eine Gemeinschaft, für die Herkunft, Sprache und Heimat keineswegs zwangsläufig am selben Ort zusammenfallen.
Dabei geht es Viet nicht allein um die Geschichte der sogenannten Aussiedler. Der Film stellt grundlegendere Fragen nach Zugehörigkeit, Erinnerung und der Vorstellung von einem besseren Leben an einem anderen Ort. Zwischen der zentralasiatischen Steppe und Deutschland begegnen sich Lebensentwürfe, die sich weder eindeutig als Bleiben noch als Aufbruch beschreiben lassen. Viet selbst formulierte den Ansatz als Suche nach Antworten auf Fragen über »Ferne und Heimat, Sehnsucht und ihre Beschränkung«.
Gedreht wurde Milch und Honig aus Rotfront in Schwarz-Weiß von Kameramann Thomas Keller, die Produktion übernahm Herbert Schwering. Der Film entstand als Produktion von Schwering & Viet-Film beziehungsweise in Koproduktion unter anderem mit dem ZDF und wurde vom Filmbüro Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Montage stammt von Anne Fabini. 2001 war der Film für den Deutschen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm nominiert.
Für die Kölner Wiederbegegnung mit dem Film sind gleich drei seiner maßgeblichen Beteiligten vor Ort: Neben Regisseur und Autor Hans-Erich Viet nehmen auch Kameramann Thomas Keller und Produzent Herbert Schwering am anschließenden Filmgespräch teil. Damit bietet die Vorführung nicht nur Gelegenheit, einen inzwischen 25 Jahre alten Dokumentarfilm in seiner digitalisierten Fassung wiederzuentdecken, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven auf seine Entstehung zurückzublicken.
NRW Independents #21: Milch und Honig aus Rotfront Dienstag, 22. September 2026, 19.30 Uhr Filmhaus Köln D 2000, 116 Min., s/w Regie/Buch: Hans-Erich Viet Kamera: Thomas Keller Produktion: Herbert Schwering Montage: Anne Fabini
Anschließend Filmgespräch mit Hans-Erich Viet, Thomas Keller und Herbert Schwering.
Tickets: 9 Euro regulär, 8 Euro mit Köln- und Gildepass, 7 Euro für Zuschauer*innen bis 24 Jahre. Mitglieder des Filmbüro NW haben nach Anmeldung beim Filmbüro freien Eintritt. Die Veranstaltung wird vom Filmbüro NW organisiert und vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert.
Die Reihe NRW Independents holt am 22. September einen besonderen Dokumentarfilm aus dem Archiv des Filmbüro NW zurück auf die Leinwand. Milch und Honig aus Rotfront von Hans-Erich Viet erzählt von einer deutschstämmigen mennonitischen Gemeinschaft in Kirgisistan und von unterschiedlichen Vorstellungen von Heimat. Zum Filmgespräch kommen Regisseur Hans-Erich Viet, Kameramann Thomas Keller und Produzent Herbert Schwering ins Filmhaus Köln.
Von Werner Busch.
Mit der Reihe NRW Independents bringt das Filmbüro NW Filme zurück auf die Leinwand, die mit seiner Förderung entstanden sind und heute nur noch selten im Kino zu sehen sind. Die inzwischen 21. Ausgabe widmet sich am Dienstag, 22. September, Hans-Erich Viets Dokumentarfilm Milch und Honig aus Rotfront. Gezeigt wird eine frisch digitalisierte Fassung des Films, der Ende der 1990er-Jahre in Kirgisistan entstand.
Im Zentrum steht das Dorf Rotfront, rund acht Flugstunden von Deutschland entfernt. Dort leben Nachfahren von Mennoniten, deren Vorfahren einst aus Ostfriesland nach Zentralasien auswanderten. Deutsch und insbesondere Plattdeutsch sind in der Gemeinschaft ebenso erhalten geblieben wie andere kulturelle Spuren der früheren Heimat. Viet war 1995 während einer Reise deutscher Filmemacher durch Kirgisistan und Kasachstan auf das Dorf aufmerksam geworden. Wenige Jahre später kehrte er für die Dreharbeiten zurück.
Milch und Honig aus Rotfront konzentriert sich auf zwei Brüder und damit auf zwei unterschiedliche Lebensentscheidungen. Während der eine nach Deutschland zurückgekehrt ist, hat sich der andere bewusst dafür entschieden, in Kirgisistan zu bleiben. Von dieser Familiengeschichte ausgehend öffnet der Film den Blick auf eine Gemeinschaft, für die Herkunft, Sprache und Heimat keineswegs zwangsläufig am selben Ort zusammenfallen.
Dabei geht es Viet nicht allein um die Geschichte der sogenannten Aussiedler. Der Film stellt grundlegendere Fragen nach Zugehörigkeit, Erinnerung und der Vorstellung von einem besseren Leben an einem anderen Ort. Zwischen der zentralasiatischen Steppe und Deutschland begegnen sich Lebensentwürfe, die sich weder eindeutig als Bleiben noch als Aufbruch beschreiben lassen. Viet selbst formulierte den Ansatz als Suche nach Antworten auf Fragen über »Ferne und Heimat, Sehnsucht und ihre Beschränkung«.
Gedreht wurde Milch und Honig aus Rotfront in Schwarz-Weiß von Kameramann Thomas Keller, die Produktion übernahm Herbert Schwering. Der Film entstand als Produktion von Schwering & Viet-Film beziehungsweise in Koproduktion unter anderem mit dem ZDF und wurde vom Filmbüro Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Montage stammt von Anne Fabini. 2001 war der Film für den Deutschen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm nominiert.
Für die Kölner Wiederbegegnung mit dem Film sind gleich drei seiner maßgeblichen Beteiligten vor Ort: Neben Regisseur und Autor Hans-Erich Viet nehmen auch Kameramann Thomas Keller und Produzent Herbert Schwering am anschließenden Filmgespräch teil. Damit bietet die Vorführung nicht nur Gelegenheit, einen inzwischen 25 Jahre alten Dokumentarfilm in seiner digitalisierten Fassung wiederzuentdecken, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven auf seine Entstehung zurückzublicken.
NRW Independents #21: Milch und Honig aus Rotfront
Dienstag, 22. September 2026, 19.30 Uhr
Filmhaus Köln
D 2000, 116 Min., s/w
Regie/Buch: Hans-Erich Viet
Kamera: Thomas Keller
Produktion: Herbert Schwering
Montage: Anne Fabini
Anschließend Filmgespräch mit Hans-Erich Viet, Thomas Keller und Herbert Schwering.
Tickets: 9 Euro regulär, 8 Euro mit Köln- und Gildepass, 7 Euro für Zuschauer*innen bis 24 Jahre. Mitglieder des Filmbüro NW haben nach Anmeldung beim Filmbüro freien Eintritt. Die Veranstaltung wird vom Filmbüro NW organisiert und vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert.