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Alle Jahre wieder: Das Weihnachtsspecial in den Lichtspielen Kalk

Weihnachten und Kino, das gehört zusammen. Nicht nur, dass zu den Festtagen einige Klassiker wie Der kleine Lord (1980) und Drei Nüsse für Aschenbrödel (1973) im Fernsehen rauf und runter laufen, es gibt auch eine Kinotradition, dass manche Blockbuster regelmäßig zu Weihnachten veröffentlicht werden und wurden – den aktuellen Disney-Zeichentrick, den neuen Herr der Ringe-Teil, das nächste Kapitel der Star Wars-Saga, all das konnte man mit dem Geschmack von Lebkuchen und Glühwein auf der Zunge genießen.

Die Lichtspiele Kalk ehren die Verbindung von Christmas und Kinoleinwand mit einem Weihnachtsspecial. Der Auftaktfilm am 22. Dezember – gleichzeitig der vierte Geburtstag des 2017 eröffneten Kinos – war bei seinem ursprünglichen Release kein großer Erfolg, wurde jedoch später zum geliebten Kultfilm und Weihnachtsklassiker der düsteren Sorte: Nightmare Before Christmas (1993). Obwohl der Film gern Tim Burton zugeschlagen wird, war der nur als Drehbuchautor und Produzent beteiligt. Henry Selick inszenierte den liebevoll gemachten Stop-Motion-Animationsfilm um Jack Skellington, den König von Halloweentown, der gerne Weihnachten feiern möchte, Santa Claus entführen lässt und an dessen Stelle Geschenke verteilt – mit unvorhergesehenen Folgen. Trotz diverser schmissiger Musiknummern dürfte Nightmare Before Christmas allerdings noch etwas zu gruselig für die ganz Kleinen sein.

Für die gibt es dann am 27. Dezember ein Wiedersehen mit Kermit, Miss Piggy und Co. in Die Muppets Weihnachtsgeschichte (1992). Der Klassiker von Charles Dickens in der Muppet-Version, mit Michael Caine als hartherzigem Ebenezer Scrooge, der zu Weihnachten von drei Geistern besucht wird, die ihm Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigen – und einen besseren Menschen aus ihm machen. Achtung, liebe Eltern: Am besten Taschentücher mitnehmen, denn bei der Vision des zukünftigen Weihnachten wird das eine oder andere Tränchen bei den Kleinen fließen.

Bruce Willis jagt deutsche Terroristen in „Die Hard – Stirb langsam“ (20th Century Fox)

Am 30. Dezember lässt es dann einer der größten Weihnachtsfilme überhaupt so richtig krachen: Stirb langsam (1988). Der Actionklassiker, der in seiner Originalversion gezeigt wird, trumpft Bruce Willis in seiner ikonischsten Rolle als Cop John McClane auf, der eigentlich nur die geschiedene Ehefrau und seine Kinder in Los Angeles besuchen will, als Terroristen das Nakatomi-Hochhaus besetzen, in dem die Firma der Ex-Frau gerade eine Weihnachtsfeier gibt. McClane nimmt den Kampf gegen die Schurken auf. Doch eigentlich muss man kaum etwas zu diesem Meilenstein sagen, der sein eigenes Subgenre begründete (Die Hard on a…), Willis zum Star machte und in Kalk auf Großleinwand erlebt werden kann. In diesem Sinne: „Ho-ho-ho, now I have machine gun” und „Yippi-ka-yeah, motherfucker!”

Der Rest des Programms hat weniger starken Weihnachtsbezug, was aber nicht bedeutet, dass es dort nicht auch Sehenswertes zu (wieder)entdecken gibt. Das DEFA-Märchen Schneeweißchen und Rosenrot (1979), die Kultkomödie Ein Fisch namens Wanda (1988) und David Lowerys gefeierte Version der Tafelrunde-Mythologie The Green Knight (2021) stehen am 26. Dezember auf dem Spielplan. Tags darauf gibt es neben den Muppets noch Bram Stoker’s Dracula (1992), die bildgewaltige Adaption des Vampirklassikers durch Francis Ford Coppola, zu sehen. Kunterbunt, freizügig und richtig funky ist Barbarella (1968), Roger Vadims Verfilmung der gleichnamigen Comicreihe mit Jane Fonda in der Hauptrolle. Die Reihe geht noch bis ins neue Jahr: Am 2. Januar kommt Midsommar (2019). Der Horrorfilm von Ari Aster mag zwar thematisch nicht so ganz zur Jahreszeit passen, ist aber ein Kritikerliebling und noch dazu im Director’s Cut auf der Leinwand zu sehen – der machte bisher in erster Linie auf DVD und Blu-Ray die Runde, beim regulären Kinostart 2019 war die normale Kinofassung des Schauerstücks zu sehen.

Alle weiteren Infos zu der Reihe und den Tickets gibt es auf der Homepage der Lichtspiele Kalk.

Titelbild: Nightmare Before Christmas (Buena Vista/Touchstone)

Nils Bothmann

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