Mit dem experimentellen Dokumentarfilm Sirens Call von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann startet die Kunsthochschule für Medien Köln am 28. Oktober in die neue Ausgabe ihrer Reihe Heimspiel. Das Kölner Regieduo ist persönlich zu Gast und spricht im Anschluss über seinen ungewöhnlichen Debütfilm, der 2025 auf der Berlinale Premiere feierte. Der Eintritt ist frei.
Von Werner Busch.
Mit ihrer Reihe Heimspiel bietet die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) ehemaligen Studierenden regelmäßig die Gelegenheit, ihre ersten Langfilme an ihrer früheren Hochschule vorzustellen. Die Vorführungen werden von Gesprächen begleitet, in denen die Filmschaffenden über die Entstehung ihrer Arbeiten und den Weg vom Studium zur professionellen Filmproduktion berichten.
Den Auftakt im Wintersemester 2026/27 macht am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr der experimentelle Dokumentarfilm Sirens Call von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann. Der 121-minütige Film feierte 2025 seine Weltpremiere im Forum der Berlinale und kam im April 2026 in die deutschen Kinos.
Zwischen Meerjungfrauen und gesellschaftlichen Utopien
Im Mittelpunkt von Sirens Call steht Una, eine Sirene in menschlicher Gestalt, die durch die Landschaften und Städte der USA reist. Auf der Suche nach Zugehörigkeit begegnet sie Menschen, die sich der sogenannten Merfolk-Subkultur zugehörig fühlen. Für diese Community ist die Identifikation mit Meerwesen weit mehr als ein fantasievolles Rollenspiel. Sie ist Ausdruck einer selbstbestimmten Identität, die sich gesellschaftlichen Normen und festen Zuschreibungen entzieht.
Gemeinsam mit der jungen Moth begibt sich Una auf einen Roadtrip durch ein von politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprägtes Amerika. Die Reise führt schließlich zu einer queeren Gemeinschaft in Portland, Oregon, in der Fragen nach Identität, Körperlichkeit, Selbstbestimmung und politischem Aktivismus verhandelt werden.
Gossing und Sieckmann verbinden dokumentarische Beobachtungen mit Science-Fiction-Elementen, inszenierten Passagen und experimentellen Bildwelten. Der Film bewegt sich zwischen verschiedenen Genres und Erzählformen und findet damit eine eigene ästhetische Entsprechung für die Lebensentwürfe seiner Protagonist*innen.
Das Regieduo arbeitet bereits seit 2012 zusammen. Beide studierten unter anderem an der KHM und haben mit ihren experimentellen Kurzfilmen internationale Aufmerksamkeit erlangt. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Deutsche Kurzfilmpreis in Gold und das Wim-Wenders-Stipendium. In Köln sind sie zudem als Initiatorinnen des Blonde Cobra – Festival for Queer and Experimental Cinema bekannt.
Auch hinter der Kamera ist Sirens Call eng mit der Kölner Filmszene verbunden. Die Bildgestaltung übernahm KHM-Absolvent Christian Kochmann, die Montage verantwortete Christoph Bargfrede. Produziert wurde der Film unter anderem von der Kölner Produktionsfirma filmfaust, gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW sowie die Wim Wenders Stiftung.
Im Anschluss an die Vorführung sprechen Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann mit Prof. Dr. Lilian Haberer und Dr. Konstantin Butz über ihre Arbeit.
Weitere Heimspiele im Januar
Die Reihe wird im Januar 2027 mit drei weiteren Filmvorführungen fortgesetzt. Am 6. Januar steht Constanze Klaues Spielfilm Mit der Faust in die Welt schlagen auf dem Programm. Am 20. Januar folgt Greta-Marie Beckers Dokumentarfilm Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes, bevor Michael Straßburgers Jason’s Box – Bäume für Grönland am 27. Januar die Filmreihe beschließt.
Ergänzend findet am 7. Januar ein Abend unter dem Titel Heimspiel Literatur statt, bei dem Absolvent*innen des Studienschwerpunkts Literarisches Schreiben ihre aktuellen Arbeiten präsentieren.
Alle Veranstaltungen finden in der Aula der KHM statt. Der Eintritt ist frei.
Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19 Uhr Ort: Kunsthochschule für Medien Köln, Aula, Filzengraben 2, Köln Film:Sirens Call (D/NL 2025, 121 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln) Gäste: Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann Moderation: Prof. Dr. Lilian Haberer und Dr. Konstantin Butz Eintritt: frei
Mit dem experimentellen Dokumentarfilm Sirens Call von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann startet die Kunsthochschule für Medien Köln am 28. Oktober in die neue Ausgabe ihrer Reihe Heimspiel. Das Kölner Regieduo ist persönlich zu Gast und spricht im Anschluss über seinen ungewöhnlichen Debütfilm, der 2025 auf der Berlinale Premiere feierte. Der Eintritt ist frei.
Von Werner Busch.
Mit ihrer Reihe Heimspiel bietet die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) ehemaligen Studierenden regelmäßig die Gelegenheit, ihre ersten Langfilme an ihrer früheren Hochschule vorzustellen. Die Vorführungen werden von Gesprächen begleitet, in denen die Filmschaffenden über die Entstehung ihrer Arbeiten und den Weg vom Studium zur professionellen Filmproduktion berichten.
Den Auftakt im Wintersemester 2026/27 macht am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr der experimentelle Dokumentarfilm Sirens Call von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann. Der 121-minütige Film feierte 2025 seine Weltpremiere im Forum der Berlinale und kam im April 2026 in die deutschen Kinos.
Zwischen Meerjungfrauen und gesellschaftlichen Utopien
Im Mittelpunkt von Sirens Call steht Una, eine Sirene in menschlicher Gestalt, die durch die Landschaften und Städte der USA reist. Auf der Suche nach Zugehörigkeit begegnet sie Menschen, die sich der sogenannten Merfolk-Subkultur zugehörig fühlen. Für diese Community ist die Identifikation mit Meerwesen weit mehr als ein fantasievolles Rollenspiel. Sie ist Ausdruck einer selbstbestimmten Identität, die sich gesellschaftlichen Normen und festen Zuschreibungen entzieht.
Gemeinsam mit der jungen Moth begibt sich Una auf einen Roadtrip durch ein von politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprägtes Amerika. Die Reise führt schließlich zu einer queeren Gemeinschaft in Portland, Oregon, in der Fragen nach Identität, Körperlichkeit, Selbstbestimmung und politischem Aktivismus verhandelt werden.
Gossing und Sieckmann verbinden dokumentarische Beobachtungen mit Science-Fiction-Elementen, inszenierten Passagen und experimentellen Bildwelten. Der Film bewegt sich zwischen verschiedenen Genres und Erzählformen und findet damit eine eigene ästhetische Entsprechung für die Lebensentwürfe seiner Protagonist*innen.
Das Regieduo arbeitet bereits seit 2012 zusammen. Beide studierten unter anderem an der KHM und haben mit ihren experimentellen Kurzfilmen internationale Aufmerksamkeit erlangt. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Deutsche Kurzfilmpreis in Gold und das Wim-Wenders-Stipendium. In Köln sind sie zudem als Initiatorinnen des Blonde Cobra – Festival for Queer and Experimental Cinema bekannt.
Auch hinter der Kamera ist Sirens Call eng mit der Kölner Filmszene verbunden. Die Bildgestaltung übernahm KHM-Absolvent Christian Kochmann, die Montage verantwortete Christoph Bargfrede. Produziert wurde der Film unter anderem von der Kölner Produktionsfirma filmfaust, gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW sowie die Wim Wenders Stiftung.
Im Anschluss an die Vorführung sprechen Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann mit Prof. Dr. Lilian Haberer und Dr. Konstantin Butz über ihre Arbeit.
Weitere Heimspiele im Januar
Die Reihe wird im Januar 2027 mit drei weiteren Filmvorführungen fortgesetzt. Am 6. Januar steht Constanze Klaues Spielfilm Mit der Faust in die Welt schlagen auf dem Programm. Am 20. Januar folgt Greta-Marie Beckers Dokumentarfilm Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes, bevor Michael Straßburgers Jason’s Box – Bäume für Grönland am 27. Januar die Filmreihe beschließt.
Ergänzend findet am 7. Januar ein Abend unter dem Titel Heimspiel Literatur statt, bei dem Absolvent*innen des Studienschwerpunkts Literarisches Schreiben ihre aktuellen Arbeiten präsentieren.
Alle Veranstaltungen finden in der Aula der KHM statt. Der Eintritt ist frei.
Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19 Uhr
Ort: Kunsthochschule für Medien Köln, Aula, Filzengraben 2, Köln
Film: Sirens Call (D/NL 2025, 121 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Gäste: Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann
Moderation: Prof. Dr. Lilian Haberer und Dr. Konstantin Butz
Eintritt: frei
Weitere Informationen auf der Website der KHM.
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