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	<description>Besondere Filmvorführungen in Köln</description>
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		<title>50 Jahre Stiftung Kultur: Vom Kulturcafé zur Institution</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/07/10/50-jahre-stiftung-kultur-vom-kulturcafe-zur-institution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 23:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Slider]]></category>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Stiftung Kultur der Sparkasse Köln/Bonn feiert ihren 50. Geburtstag. Was 1976 als offener »City Treff« mit Kulturcafé am Rudolfplatz begann, ist heute eine Institution mit internationaler Strahlkraft: von der Photographischen Sammlung über das Deutsche Tanzarchiv und die Medienkunst bis zur »Akademie för uns Kölsch Sproch«. Frank Olbert blickt auf ein halbes Jahrhundert Kulturarbeit – und auf die Rolle von Birgit Hauska, deren Arbeit die Vermittlung von Tanzfilm und Medienkunst seit Jahrzehnten prägt.</h2>



<h2 class="wp-block-heading"><em>Von Frank Olbert.</em></h2>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Kultur der Sparkasse Köln/Bonn ist ein Schwergewicht nicht allein in Köln, in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland, sondern auch im internationalen Maßstab. Mit ihrer Ausrichtung auf dokumentarische Fotografie und Sammlungen wie der des Ehepaars Bernd und Hilla Becher sowie einem umfassenden historischen und zeitgenössischen Bestand hat die Photographische Sammlung der Stiftung weltweite Bedeutung erlangt. Daneben aber geht es bodenständig zu im Domizil im Kölner Mediapark 7, denn hier hat auch die „Akademie för uns Kölsch Sproch“ eine Heimat – eine längst zur Instanz gewordene Einrichtung der Stiftung, was auch für ihre anderen Säulen wie die Literaturförderung, vor allem aber das Deutsche Tanzarchiv und die Medienkunst gilt. Letztere sind mit dem Namen Birgit Hauska verbunden. Sie sorgt seit den frühen 90er-Jahren dafür, dass sowohl die in der Stiftung gepflegte Vermittlung des Tanzfilms wie der Medien- und Videokunst im Allgemeinen ein hohes Renommee genießt. Man darf ohne Übertreibung sagen, dass eine Ära zuende geht, wenn Birgit Hauska im kommenden Jahr in den Ruhestand geht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17689" style="width:325px;height:auto" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-683x1024.jpg 683w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-200x300.jpg 200w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-768x1152.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-1024x1536.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-1365x2048.jpg 1365w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-460x690.jpg 460w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Birgit_22-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Birgit Hauska, Foto: Simon Rupieper</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Seit Studienzeiten ist Hauska ihrem Arbeitsplatz verbunden. Dessen Geschichte reicht ins Jahr 1976 zurück, als die damals „City Treff“ genannte Stiftung aus dem Gedanken geboren wurde, Kultur für alle Bürgerinnen und Bürger Kölns attraktiv zu machen. Der grundsätzlich offene Charakter dieses Treffpunkts in der Schaafenstraße wurde allein schon dadurch klar, dass der „City Treff“ vor allem ein Café in der Sparkassenfiliale am Rudolfplatz war – ein „Kulturcafé“, wie man betonte, das mit der kulturpolitischen Haltung niederschwelliger Gastfreundschaft zu Lesungen, Diskussionen, Workshops und Ausstellungen lud. Und eben zum Kaffeetrinken oder Zeitunglesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau 50 Jahre ist das nun her, ein halbes Jahrhundert, in dessen Verlauf sich das einstmals City Treff genannte Informations- und Bildungszentrum immer weiter vergrößerte und in seine Fachbereiche verästelte: 1983 kam es zur Gründung der Akademie för uns Kölsch Sproch als Einrichtung der Heimatpflege; 1992 wurde die Photographische Sammlung an den Start gebracht, deren Grundstein der Nachlass von August Sander war und die sich rasch mit den Werken der Bechers oder Karl Blossfeldts erweiterte. Seit den 90er-Jahren werden auch die Kölner Theaterpreise vergeben, ein wichtiger Leuchtturm für die Freie Szene der Stadt. Und auch das Referat für den Videotanz, aus dem dann die Medienkunstvermittlung hervorging, gehört zur Stiftungs-DNA. Und mit ihm seine Leiterin Birgit Hauska.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Birgit Hauska, was umfasst bei Ihnen der Begriff Medienkunst?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Birgit Hauska: Es gibt zum einen die Kurzfilmvermittlung, die wir in unterschiedlichen Formaten realisieren: Seit 2021 veranstalten wir den „Short Monday“ in Kooperation mit dem Filmhaus und dem Kurzfilmfestival Köln (KFFK). Ich darf sagen: Das ist ein sehr erfolgreiches Modell, das hat dem Kurzfilm in Köln einen richtigen Schub gegeben. Darüber hinaus arbeiten wir mit dem KFFK schon sehr lange zusammen. Wir veranstalten genreübergreifende, themenorientierte Kurzfilmprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wie weit reicht das historisch zurück?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">1991 haben wir die erste Tanzfilmreihe veranstaltet. 2003, mit der „Tanzgeschichte 40“, ging das zuende. Wir haben andere Themenschwerpunkte gesetzt wie die „Jump Cut-Nights“, die Sommerfilmnächte zu Themen wie „Ein tierisches Vergnügen“ mit Tierfilmen, oder Filmen zu Naturthemen oder zu Fragen „Wie wir wohnen wollen“. Es gab ein Identitätsprogramm, „Is It Me?“, Blickwinkel jüdischer Filmemacherinnen, Filme zu Altern und Sterben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hinzu kommen Open-Air-Veranstaltungen …</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">… „Sommer Köln“, das machen wir auch schon sehr lange, auch immer themenorieniert. Seit einiger Zeit legen wir das Programm „Made in Cologne“ auf und auch das im genreübergreifenden Sinn – es geht durch alle Filmsparten hindurch inklusive Musikvideos.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="678" height="1000" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/large_Short_Monday_hoch_1462d8a746.jpg" alt="" class="wp-image-17700" style="aspect-ratio:0.6780153738644304;width:274px;height:auto" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/large_Short_Monday_hoch_1462d8a746.jpg 678w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/large_Short_Monday_hoch_1462d8a746-203x300.jpg 203w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/large_Short_Monday_hoch_1462d8a746-468x690.jpg 468w" sizes="(max-width: 678px) 100vw, 678px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Filmhaus Köln</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><em>All das wird von Ihnen betreut?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles, was wir zeigen, kuratieren Simon Rupieper und ich seit 2020 im Team. Auch die Beiträge, die wir in der Reihe „Kurzfilm im Veedel“ zeigen. Damit gehen wir in die Bezirke, in die Bürgerhäuser, in die Mehrgenerationenhäuser, in Porz, Nippes, Ostheim und Bickendorf. Es ist schon aufwendig, solche Programme zu kuratieren, weil wir sehr viel sichten. Außerdem legen wir mit der Literaturförderung neue Reihen auf wie „Kurz und gut“, ein Format, das Kurzgeschichten und Kurzfilme in einen Dialog miteinander bringt. Das alles an niederschwelligen, bürgernahen Orten wie dem „Café Mittendrin“ in Köln-Dünnwald.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was spricht für den Kurzfilm?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kurzfilm ist ein starkes künstlerisches Format, sehr innovativ. Man kann mit ihm sehr schnell und effektiv eine Art Sehschule bei den Betrachtenden anregen. Wir verstehen die Betonung auf dem Kurzfilm auch als künstlerische Erziehung. Man kann sehr gut darüber sprechen, was zu unserem Konzept gehört. Gerade diese Gespräche tragen zum Verständnis der Filme bei und helfen, dass die Leute wiederkommen und dass es eine Vielfalt von Stimmen gibt, wie Filme gesehen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Arbeiten Sie mit anderen Abteilungen der Stiftung zusammen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Absolut. Zur aktuell noch laufenden Ausstellung „Blickwinkel aus NRW“ haben wir auch Filme gezeigt. Das sind oft dankbare Programme, weil die Filme noch nie in einer solchen Konstellation gezeigt wurden. Hauptkriterium der meisten Festivals ist, dass die Filme neu sein müssen. Diesen Rahmen können wir viel großzügiger auslegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was sind weitere Schwerpunkte Ihrer Arbeit?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großes Gewicht liegt auf Fotografie. Unter anderem veranstalten wir „Next“ in Kooperation mit der Internationalen Photoszene und dem Deutschen Jugendfotopreis des deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums&nbsp;<a href="https://kjf.de/bundeswettbewerbe.php">KJF</a>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="755" height="1024" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-755x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17707" style="width:288px;height:auto" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-755x1024.jpg 755w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-221x300.jpg 221w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-768x1041.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-1133x1536.jpg 1133w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica-509x690.jpg 509w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Simon-Rupieper-und-Birgit-Hauska-Foto-Janet-Sinica.jpg 1407w" sizes="(max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption class="wp-element-caption">Simon Rupieper und Birgit Hauska kuratieren seit 2020 im Team, Foto: Janet Sinica</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><em>Workshops sind sozusagen die dritte Säule der Medienkunstvermittlung der Stiftung …</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau, Workshops, auch in einem generationsübergreifenden Sinn. Medienkunstvermittlung im Generationenworkshop: Zum Beispiel geht es hier um Arbeiten von Studierenden der KHM, die im Dialog zwischen Menschen unterschiedlichen Alters nicht nur besprochen werden, sondern zudem werden die neuen Medien im Do-it yourself-Prozess kreativ genutzt und selbst erprobt. Ziel ist es, voneinander zu lernen und dabei Einblick in die zeitgenössische Kunst zu erfahren, junge Medienkunst zu erkunden und dabei die Sichtweise der anderen Generation zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wie sind Sie persönlich zur Medienkunstvermittlerin bei der Stiftung geworden?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe damals Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt auf musische Fächer studiert und für meine Diplomarbeit recherchiert, die sich mit der „Wiederentdeckung des deutschen Ausdruckstanzes“ beschäftigte. Dazu habe ich mich an das Deutsche Tanzarchiv gewandt. Das wird von der Stadt Köln und der Stiftung getragen. Von da aus wurde ich dann Studentische Mitarbeiterin, und ich habe dem langjährigen Geschäftsführer der Stiftung, Hans-Georg Bögner, ein Projekt vorgeschlagen: Ich wollte für das Tanzarchiv eine Videothek entwickeln. Damals begann die große Zeit der Tanzcompagnien und der multimedialen Arbeit, und so fing das an. 1991 wurde das Referat für Videotanz gegründet. Viele Sendeanstalten haben damals Geld gegeben, um Tanzfilme zu produzieren. Nicht im Sinne einer Dokumentation, nicht als abgefilmter Tanz, sondern als Film mit eigener Choreografie, als filmische Neuinszeneriung. Und das hat mich am meisten interessiert: Die Kamerachoreografie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das heißt, Sie haben ein Archiv gegründet?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Videoarchiv im Deutschen Tanzarchiv aufgebaut. Parallel dazu habe ich die „Tanzgeschichten“ gegründet. In dieser Reihe wurden Filmprogramme zum Thema Tanz gezeigt. Sehr früh haben wir über Länderporträts hinaus themenorientierte Filme präsentiert, „Forever Young“, „witzig – absurd – verrückt“, immer auch als Filmnacht an unterschiedlichsten Orten, dem Dach des Museum Ludwig, auf dem Offenbachplatz vor Schauspiel und Oper. Und auch hier gab es schon ein Miteinander von Ausstellung und Film, „Glitter und Glory“ etwa, eine Schau im Museum Ludwig, zu der wir einen Filmabend veranstaltet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nun wird Jubiläum gefeiert. 1976 ging es los …</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">… als Geschenk der damaligen Stadtsparkasse Köln anlässlich des 150-jährigen Bestehens an die Kölner Bürger. Damals hieß das „City Treff“ – genauer: „Stiftung City Treff Informations- und Bildungszentrum“. Ein Café gehörte auch dazu, es war ein öffentlicher Ort in der Schaafenstraße. Man wollte für alle da sein. Zum „City Treff“ kam die „Akademie för uns Kölsch Sproch“ dazu, dann das Tanzarchiv, 1992 die Photographische Sammlung, die Nachlässe und die Sammlungen wie die des Ehepaars Becher. Das Erste, was man gekauft hat, war August Sander. Die Photographische Sammlung wurde zum Flaggschiff der SK Stiftung Kultur.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1020" data-id="17691" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-1024x1020.jpg" alt="" class="wp-image-17691" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-1024x1020.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-300x300.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-150x150.jpg 150w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-768x765.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-301x300.jpg 301w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e-693x690.jpg 693w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Werbebroschuere_City-Treff_-_Cover_4a2f11575e.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">1976 begann die Stiftung ihre öffentliche Arbeit mit dem City Treff. Foto: &nbsp;Bildarchiv der Stiftung Kultur</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="17690" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-17690" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-1024x682.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-300x200.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-768x512.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-400x267.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196-1035x690.jpg 1035w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/1976_Stiftung_City_Treff_90132d2196.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Kulturcafé erfreute sich bald großer Beliebtheit. Foto: <br>© 1976, Stiftung City Treff</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es gibt mehrere Institutionen in Köln, die nun 50-jähriges feiern, unter anderem der Jugend Filmclub. Ist das Zufall?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals gab es einen Push. Es gab Geld und viele Ideen, es herrschte eine Aufbruchsstimmung, Bildung und Teilhabe in die Bevölkerung zu bringen. Auch wir haben das immer verfolgt,  und seit Gründung ist die Vermittlungsarbeit ein zentrales Anliegen. Gerade im Blick auf die Partizipation von Jugendlichen: dass sie uns nicht weglaufen, dass sie ein andere Ansprache brauchen, dass sie gerade angesichts der enormen Vielfalt der Medien nicht verloren gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn gibt es ein Jubiläumsprogramm. Es beginnt am Montag, 13. Juli:</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h1 class="wp-block-heading">Termine:</h1>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kurzfilm-Montag (Best Of SK Stiftung Kultur):</strong>&nbsp;Im Filmhaus Köln werden Highlights aus Jahrzehnten kuratorischer Arbeit gezeigt (<strong>13. Juli 2026, ab 20 Uhr</strong>). Das Programm umfasst acht Filme und dauert 70 Minuten. Es wird von Birgit Hauska und Simon Rupieper zusammengestellt.&nbsp;<br><br></li>



<li><strong>Kopfhörerkino Open Air &amp; Sommer Köln:</strong>  Infos im Veranstaltungskalender der <a href="https://medienkunst.sk-kultur.de/veranstaltungen" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><u>Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn</u></a> oder auf der Übersichtsseite der <a href="https://www.sparkasse-koelnbonn.de/de/home/ihre-sparkasse/termine.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><u>Termine und Events der Sparkasse</u></a>. <br><br></li>



<li><strong>August-Sander-Ausstellung:</strong> Im September 2026 wird das Werk des Fotografen gewürdigt, wobei der <strong>3. Oktober 2026</strong> als Hausfest im Mediapark anlässlich des Jubiläums  der Stiftung vorgesehen ist.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17688" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-1024x683.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-300x200.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-768x512.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-1536x1024.jpg 1536w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-400x267.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper-1035x690.jpg 1035w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Kurzfilm_am_See_23_Rupieper.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopfhörerkino am See, Foto: Simon Rupieper (auch Titelbild)</figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Fünf Jahre Filmhaus-Neustart: Ein Haus für die freie Filmszene</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/07/02/fuenf-jahre-filmhaus-neustart-ein-haus-fuer-die-freie-filmszene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 12:44:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünf Jahre nach dem Neustart steht das Filmhaus Köln wieder stabil da: als Kino, Weiterbildungsort und Treffpunkt der freien Filmszene. Das Industriedenkmal in&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/07/02/fuenf-jahre-filmhaus-neustart-ein-haus-fuer-die-freie-filmszene/">Fünf Jahre Filmhaus-Neustart: Ein Haus für die freie Filmszene</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Fünf Jahre nach dem Neustart steht das Filmhaus Köln wieder stabil da: als Kino, Weiterbildungsort und Treffpunkt der freien Filmszene. Das Industriedenkmal in der Maybachstraße hat alte Turbulenzen hinter sich gelassen und behauptet sich heute selbstbewusst zwischen Cinedom und Saturn – als Haus für Filme, Festivals, Seminare und jene Kinokultur, die mehr sein will als bloßer Betrieb. Gestern wurde offiziell Geburtstag gefeiert. </h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Frank Olbert. </em></h3>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Das Filmhaus in der Maybachstraße befindet sich zwischen zwei markanten Medienorten Kölns, nämlich dem Media-Park mit seinem Cinedom auf der einen Seite und dem Saturn-Gebäude auf der anderen. Von diesen beiden Wahrzeichen unterscheidet es sich schon architektonisch: Es ist ein Industriedenkmal aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts, hinter dessen Klinkerfassade Beamte saßen, die für die Bediensteten des nahen Güterbahnhofs die Renten ausrechneten. Auch in kultureller Hinsicht allerdings ist das Filmhaus ein Gegenentwurf zu den beiden kommerziell ausgerichteten Nachbarn zur Rechten und zur Linken. Selbstbewusst bietet es Filmen und FilmemacherInnen eine Heimat, die Kino nicht als Rummelplatz, sondern als Kunstort verstehen. Das hat sich auch in den fünf Jahren nicht geändert, die das Filmhaus Köln unter einer neuen Organisationsstruktur und neuer Leitung hinter sich gebracht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das halbrunde Jubiläum feiern Dirk Steinkühler, Geschäftsführer seit 2024, und sein Team in diesem Sommer. Sie blicken damit auf ein halbes Jahrzehnt zurück, in dem der freien Filmkultur in Köln und darüber hinaus nach zahlreichen Turbulenzen im Filmhaus ein solides Fundament geboten wird. Die eine Säule des Hauses ist das Kino, das zwar ohne Subventionen betrieben wird und entsprechend Einnahmen generieren muss – dennoch hat es sein Profil als Ergänzung zum kommerziellen Kinobetrieb der Stadt erhalten, indem es neben Erstaufführungen auch Reihen auflegt und Veranstaltungen wie dem Kurzfilmfestival Köln oder dem Frauenfilmfestival offen steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Säule sind Seminare, Workshops und Tutorials, in denen sich Filmschaffende zu Themen wie Regie, Drehbuch, Schnitt, aber auch zu Fragen der Filmfinanzierung und Antragstellung fortbilden können. Außerdem beherbergt das Filmhaus Büros, in denen unter anderem Produktionsfirmen und Festivalteams arbeiten, sowie Produktionslager für Kölner Firmen. Das Haus sei gut ausgelastet, sowohl, was die Belegung der Räume als auch die Frequenz der Veranstaltungen betreffe, sagt Steinkühler. Daneben gibt es Pläne, den Betrieb weiter zu optimieren, etwa durch neue Lagerflächen für Produktionsflächen im Keller oder noch effektivere Vermietung. Das Haus wird von Stadt und Land gefördert, soll sich aber selbst tragen. Man zahlt Miete an die Stadt zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Organisationsform als GmbH löst alte Modelle ab, deren erstes aus dem Jahr 1981 stammte. Damals gründeten Filmemacher, darunter die Brüder Donatello und Fosco Dubini, in einer Kneipe an der Zülpicher Straße gemeinsam mit Weggefährten aus der freien Szene, dem WDR und aus der Kunstszene einen Verein. Medienbildung, Kinokultur, das Kölner Filmschaffen sollten in seinem Zentrum stehen, und nachdem man zunächst ein Sesselkino in der Luxemburger Straße betrieb, eröffneten sich 1998 mit dem Umzug in das denkmalgeschützte Gebäude in der Maybachstraße ganz neue Perspektiven für die Programmatik des Vereins: auf einen Schlag war genügend Raum für Kinobetrieb, Weiterbildung, Festivals und Branchentreffen verhanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2012 führten Uneinigkeiten im Verein zur Insolvenz. Es folgten Jahre des sogenannten Heimfalls der Immobilie in die Hände der Stadt und einer Zwischennutzung. 2014 gab die Stadt ein Gutachten zur Sanierung in Auftrag, in den folgenden Jahren erwies sich dann, dass der Bedarf größer als angenommen war. Nach einem Ausschreibungsverfahren wurde das Filmhaus unter neuer Leitung und frisch saniert wieder eröffnet, ausgerechnet im Corona-Jahr 2021. Dass eine neue Zeit angebrochen ist, signalisiert bereits das Entree: Das Foyer erstrahlte im neuen Glanz, mit einer Bar und Caféhaus-Atmosphäre, mit neuer Technik und herausgeputzten Wänden. Beim Alten bleibt, dass man dort den Weg zum selbstverständlich ebenfalls renovierten Kino sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus aber bietet das Foyer die Möglichkeit, kulturelle Veranstaltungen auch jenseits des Films anzubieten. So lesen Lotte und Tristan Becker Texte ihres Großvaters, des im November 2024 verstorbenen Kölner Schriftstellers Jürgen Becker (am 10. Juli um 19.30 Uhr). Ganz filmfremd ist diese szenische Lesung natürlich nicht, sind doch beide Becker-Enkel SchauspielerInnen und haben auch schon vor der Kamera gestanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild: Werner Busch</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr zum Thema:</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-filmszene-k-ln wp-block-embed-filmszene-k-ln"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="8rMC4xozxx"><a href="https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/">Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn“ – Filmszene Köln" src="https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/embed/#?secret=igcMLvBfda#?secret=8rMC4xozxx" data-secret="8rMC4xozxx" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Y1a2YVODMt"><a href="https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/">NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme“ – Filmszene Köln" src="https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/embed/#?secret=ubnciQtiR3#?secret=Y1a2YVODMt" data-secret="Y1a2YVODMt" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/07/02/fuenf-jahre-filmhaus-neustart-ein-haus-fuer-die-freie-filmszene/">Fünf Jahre Filmhaus-Neustart: Ein Haus für die freie Filmszene</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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		<title>Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 14:13:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünf Jahre nach dem Neustart ziehen Dirk Steinkühler und Joachim Kühn Bilanz: Wie wurde aus dem sanierten Filmhaus wieder ein funktionierendes Zentrum für&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/">Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Fünf Jahre nach dem Neustart ziehen Dirk Steinkühler und Joachim Kühn Bilanz: Wie wurde aus dem sanierten Filmhaus wieder ein funktionierendes Zentrum für Kino, Weiterbildung und freie Filmkultur? Im Interview sprechen sie über neue Strukturen, alte Turbulenzen, die besondere Programmatik des Hauses, seine Mieter:innen – und darüber, warum stabile Förderung für einen solchen Ort keine Nebensache ist.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Frank Olbert. </em></h3>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fünf Jahre Filmhaus in neuer Form: Ihr feiert nun halbrundes Jubiläum. Wie war die Situation vor fünf Jahren?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Das Haus wurde baulich saniert. Es gab jede Menge Details zu klären, auch zum Thema Brandschutz, Notausgänge und Fluchtwege. Im Erdgeschoss musste beispielsweise geklärt werden, wie der Fluchtweg für Leute im Foyer verläuft, wenn gleichzeitig das Kino in Betrieb ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Es gab einiges nachzubessern, auch was die Genehmigungsfähigkeit der Seminarräume angeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ingesamt wurde das Gebäude baulich aufgewertet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Ohne Frage. Das ist überaus gelungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Das betraf die technische Einrichtung des Kinos als auch die bessere Ausstattung und Herrichtung der Seminarräume und des Foyers. Man darf dabei nicht vergessen: Das war das zweite Lockdown-Jahr in der Pandemie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Der zweite Lockdown war vorbei, dadurch hatte sich alles ein wenig verzögert, aber wir konnten mit den Planungen für die Wiedereröffnung beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ihr habt die Säulen schon angesprochen, die das Filmhaus ausmachen: Ihr veranstaltet Fortbildungen, Seminare, Workshops, und es gibt das Kino. Wie wird das zusammengehalten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Es gibt eine Betreibergesellschaft, keinen Verein mehr wie in der Vergangenheit. Das kann man verstehen …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>… der Verein ging in die Insolvenz …</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: So ist es. In der neuen GmbH sollten alle Gesellschafter sein, die auch Akteure im Haus sind. Das sind die Filmhaus Kino Gesellschaft Köln GmbH, die Filmhaus Bildung Köln gGmbh, die mibeg Institute Gesellschaft für Weiterbildung mbH sowie die Act HeadQuarter Media GmbH. In der Praxis haben sich die Struktur des Hauses etwas verschoben. So hat die Betreibergesellschaft die Vermietung der Seminarräume von der Filmhaus Bildung übernommen, um das flexibler zu gestalten. Es gibt nun neben der kulturellen und professionellen Filmbildung verschiedene Akteure als Kurzzeitmieter, Chöre zum Beispiel, die hier proben. Alle sollten aber das Gebäude kulturell nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das gilt auch für die Büroräume. Sie sollen für kulturelle und speziell für Filmzwecke genutzt werden. Wer konkret sind die Nutzer?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Das ist das Filmbüro NW inklusive der Dokumentarfilminitiative, es sind drei Produktionsfirmen, dann das Kurzfilmfestival Köln, Edimotion, das Internationale Frauenfilmfestival, das Netzwerk Filmkultur als Vertretung der freien Filmkultur in NRW. Dann arbeiten zwei Lektorinnen hier, die auch für Drehbücher tätig sind, aber auch der Verein Umsteuern. Robin Sisterhood, der für Betroffene sexualisierter Gewalt in kirchlichen Zusammenhängen da ist, und zwar als kirchenunabhängige Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein richtiges Zentrum also.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Hinzu kommen Rapid Eye Movies, die sich hier um die Digitalisierung von Filmen kümmern, und die Produktionsfirma 2Pilots, die hier ihr komplettes Film-Equipment lagern. Außerdem haben wir Lagerräume an KHM-Künstler vermietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das andere Standbein ist das Kino. Welche Programmatik verfolgt ihr?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Filme, die es anderswo schwer haben. Darüber hinaus wollen wir das Kino offen halten für Akteure unterschiedlicher Herkunft, mit denen wir in Kooperation Gespräche veranstalten, Premieren feiern, öffentliche wie geschlossene Vorführungen, Sichtungen ermöglichen. Das Kinoprogramm selbst ist ein Mischprogramm. Wir spielen also nicht nur die „schwierigen“ Filme, sondern auch solche wie der Gewinner der Goldenen Palme „Ein einfacher Unfall“. Das Kino ist nicht subventioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ihr seid damit am Markt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Das Kino zahlt eine marktübliche Miete, das ist eine der finanziellen Säulen des Hauses. Wir bewirtschaften deshalb auch das Foyer mit. Das ist ein Ort, der auch tagsüber geöffnet hat. Man kann sich hier hinsetzen, muss nichts konsumieren, wobei die Leute die Möglichkeit gerne nutzen, einen Kaffee zu trinken, während sie hier an ihrem Rechner arbeiten. Außerdem treffen sich hier Verbände wie der Kameraverband. So sind wir auch mit „Umsteuern“ in Kontakt gekommen, weil sie das Haus für Veranstaltungen nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie seid ihr beiden dazu gestoßen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Zunächst wollten wir nur das Kino betreiben, aber es wurde damals schnell klar, dass es um das ganze Haus ging. Und so haben wir uns mit den anderen Betreibern das Konzept ausgedacht. Damals gab es ein Dialogverfahren, in dem man sich für das Filmhaus bewerben konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Wir kannten das Haus ja schon. Wir haben uns damals nur zurückgezogen, weil das mit dem Verein nicht mehr lief. Im Unterschied zur Filmpalette haben wir hier im Filmhaus ein festes Monatsprogramm, das heißt, wir haben hier ein viel differenzierteres und weiter gefasstes Programm. Es sind auch Erstaufführungen dabei, aber sie sind nicht der Hauptbestandteil des Programms. Reihen, Festivals – all das bestimmt das Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was die Aus- und Weiterbildung angeht: Gebt bitte mal konkrete Beispiele, was ihr da anbietet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Es gibt zum Beispiel ein Seminar zum Thema „Wie stellt man einen Förderantrag?“, das richtet sich an Leute, die ihre erste Produktion realisieren wollen. Gut nachgefragt wird ein Seminar zum Thema Abrechnung, also ganz praktisch: Was gibt es an Software und so weiter. Es gibt aber auch Lehrgänge zu Regie, Schnitt oder Drehbuch. Um diesen ganzen Bereich kümmert sich seit einiger Zeit Susanne Grüneklee.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es Wünsche?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Unser wichtigstes Anliegen aktuell betrifft die Förderung. Wir bekommen Strukturförderung durch die Stadt und das Land, und es wäre wichtig, dass diese in der bestehenden Höhe weiterhin ausgeschüttet wird. Es gibt einen Grundstock, der finanziert werden muss. Dazu zählen die Personalkosten, in gewisser Weise auch die Miete, denn wir zahlen Miete an die Stadt. Das ist inklusive der Nebenkosten für ein so großes Haus mit vielen Verkehrsflächen nicht wenig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Interview: Frank Olbert</em><br><em>Titelbild: Werner Busch</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Mehr zum Thema:</h2>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="YtaOAv89YS"><a href="https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/">Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Ein Haus, viele Akteure: Interview mit Dirk Steinkühler und Joachim Kühn“ – Filmszene Köln" src="https://filmszene.koeln/2026/07/01/ein-haus-viele-akteure-interview-mit-dirk-steinkuehler-und-joachim-kuehn/embed/#?secret=oInA3Pe9ZA#?secret=YtaOAv89YS" data-secret="YtaOAv89YS" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="4ttIroBePE"><a href="https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/">NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme“ – Filmszene Köln" src="https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/embed/#?secret=eo5YHQc9wY#?secret=4ttIroBePE" data-secret="4ttIroBePE" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>ifs-Begegnung Edimotion: Andrew Bird präsentiert DER FILMAMATEUR</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/29/ifs-begegnung-edimotion-andrew-bird-praesentiert-der-filmamateur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 17:05:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der nächsten »ifs-Begegnung Edimotion« ist einer der profiliertesten Filmeditoren des deutschen Kinos zu Gast: Andrew Bird stellt am 8. Juli im Filmforum&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/29/ifs-begegnung-edimotion-andrew-bird-praesentiert-der-filmamateur/">ifs-Begegnung Edimotion: Andrew Bird präsentiert DER FILMAMATEUR</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Bei der nächsten »ifs-Begegnung Edimotion« ist einer der profiliertesten Filmeditoren des deutschen Kinos zu Gast: Andrew Bird stellt am 8. Juli im Filmforum NRW Krzysztof Kieślowskis 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 vor – ein Film über die Lust am Filmen, die Zumutungen des Alltags und die Frage, was ein Blick durch die Kamera verändern kann.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch</em>.</h3>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Editor*innen über ihre Lieblingsfilme sprechen, geht es schnell um den Kern filmischen Erzählens überhaupt: die Montage. Für <strong>Andrew Bird</strong> ist der hierzulande wenig bekannte 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 der polnischen Regie-Legende <strong>Krzysztof Kieślowski</strong>s ein Werk, das ihn nachhaltig geprägt hat. Am kommenden Mittwoch, 8. Juli, stellt Bird das Werk im Filmforum NRW vor – im Rahmen der Reihe »<strong>ifs-Begegnung Edimotion</strong>«, die Filmmontage aus der Perspektive der Editor:innen betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andrew Bird gehört zu den prägenden Editor:innen des deutschen Gegenwartskinos. Geboren in Hillingdon in England, kam er nach einem Germanistikstudium mit einem Stipendium nach Hamburg, wo er bis heute lebt. Seit 1992 arbeitet er als Filmeditor. Mitte der 90er Jahre lernte er Fatih Akin kennen, unterstützte ihn beim Schnitt seiner ersten Kurzfilme – und wurde zu einem seiner wichtigsten künstlerischen Weggefährten. Bird ist für die Montage sämtlicher Regiearbeiten Akins verantwortlich, von frühen Arbeiten bis zu den großen internationalen Erfolgen der letzten Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Edimotion ist Bird nicht nur ein gern gesehener Gast, sondern auch mehrfacher Preisträger. Für 𝐆𝐄𝐆𝐄𝐍 𝐃𝐈𝐄 𝐖𝐀𝐍𝐃 wurde er 2004 erstmals mit dem Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm ausgezeichnet. Für 𝐀𝐔𝐅 𝐃𝐄𝐑 𝐀𝐍𝐃𝐄𝐑𝐄𝐍 𝐒𝐄𝐈𝐓𝐄 folgten der Preis der deutschen Filmkritik, der Deutsche Filmpreis und ein weiterer Schnitt-Preis bei Edimotion. Im vergangenen Jahr gewann er den Edimotion-Schnittpreis zum dritten Mal – für 𝐃𝐈𝐄 𝐒𝐀𝐀𝐓 𝐃𝐄𝐒 𝐇𝐄𝐈𝐋𝐈𝐆𝐄𝐍 𝐅𝐄𝐈𝐆𝐄𝐍𝐁𝐀𝐔𝐌𝐒. Seit 2023 gehört Bird dem Vorstand der Deutschen Filmakademie an; außerdem ist er Mitglied der Europäischen Filmakademie und der Oscar-Academy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass er für die »ifs-Begegnung Edimotion« ausgerechnet 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 ausgewählt hat, hat eine sehr persönliche Dimension. Kurz nachdem er den Film im Kino gesehen hatte, kaufte Bird seine erste Super-8-Kamera. Kieślowskis Film habe ihn inspiriert, sich selbst auszuprobieren – und das Machen von Filmen ebenso lieben zu lernen wie das Erleben von Filmen im Kino.</p>



<p class="wp-block-paragraph">𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑, im Original 𝐀𝐦𝐚𝐭𝐨𝐫, erschien 1979 und erzählt von Filip, einem Fabrikangestellten und frisch gebackenen Vater. Er kauft sich eine 8-mm-Kamera, um die ersten Lebensmomente seiner Tochter festzuhalten. Zunächst ist das neue Hobby harmlos, fast rührend. Am Arbeitsplatz stößt es sogar auf Wohlwollen: Filip soll das 20-jährige Werksjubiläum dokumentieren. Doch je stärker er sich für die Möglichkeiten des Filmens begeistert, desto mehr geraten Ehe, Beruf und Weltbild ins Wanken. Seine Frau Irka fühlt sich zunehmend zurückgesetzt, die Vorgesetzten wiederum merken bald, dass eine Kamera nicht nur abbildet, was erwünscht ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kieślowski erzählt das mit viel Humor und feiner Ironie. 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 ist Satire, Selbstbefragung und Künstlergeschichte zugleich. Der Film schaut auf die Trostlosigkeit des sozialistischen Alltags in Polen, auf Zensur und Selbstzensur, auf die kleinen Arrangements mit der Macht. Vor allem aber erzählt er vom Filmemachen als existenzieller Verführung. Wer einmal beginnt, die Welt durch eine Kamera zu sehen, sieht sie anders. Das kann befreiend sein, aber auch zerstörerisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film gehört zum sogenannten »Kino der moralischen Unruhe«, das in Polen zwischen 1976 und 1981 entstand. Regisseur*innen wie Kieślowski, Andrzej Wajda, Krzysztof Zanussi und Agnieszka Holland richteten den Blick auf gesellschaftliche Widersprüche, persönliche Verantwortung und die moralischen Kosten des Mitmachens. Mit 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 gelang Kieślowski der internationale Durchbruch: Der Film gewann den Hauptpreis beim Internationalen Filmfestival Moskau und den Otto-Dibelius-Preis der Berlinale.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-1024x726.jpeg" alt="" class="wp-image-17649" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-1024x726.jpeg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-300x213.jpeg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-768x544.jpeg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-400x283.jpeg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe-974x690.jpeg 974w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/amator_02_c_cyfrowe_repozytorium_filmowe.jpeg 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Krzysztof Kieślowskis 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑 (1979) wird im Rahmen der ifs-Begegnung Edimotion von Editor Andrew Bird vorgestellt, Foto: Cyfrowe Repozytorium Filmowe</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die »ifs-Begegnung Edimotion« findet viermal im Jahr statt und ist eine gemeinsame Reihe von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst und der <strong>ifs internationale filmschule köln </strong>im Rahmen des Filmforums NRW. Im Zentrum steht immer die Montage. Eingeladene Editor*innen wählen Filme aus, deren Schnitt sie besonders geprägt hat oder deren Montage sie für herausragend halten. Anschließend wird nicht nur über den Film gesprochen, sondern über das konkrete Arbeiten mit Rhythmus, Struktur, Blickführung, Auslassung, Timing und Erzählökonomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig stehen dabei große Klassiker auf dem Programm – zuletzt etwa 𝐉𝐔𝐑𝐀𝐒𝐒𝐈𝐂 𝐏𝐀𝐑𝐊, vorgestellt von Editorin Gesa Jäger. Die Reihe öffnet den Blick aber bewusst auch für weniger naheliegende Titel wie 𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑. Im Anschluss an die Vorführung spricht Andrew Bird mit Dietmar Kraus, Kurator bei Edimotion.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Termin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">𝐃𝐄𝐑 𝐅𝐈𝐋𝐌𝐀𝐌𝐀𝐓𝐄𝐔𝐑<br>Originaltitel: 𝐀𝐦𝐚𝐭𝐨𝐫<br>Polen 1979 · 117 Min. · OmU<br>Regie: Krzysztof Kieślowski<br>Montage: Halina Nawrocka<br>Mit Jerzy Stuhr, Małgorzata Ząbkowska, Ewa Pokas, Stefan Czyżewski, Krzysztof Zanussi u. a.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittwoch, 8. Juli 2026 · 19 Uhr<br>Filmforum NRW · Kino im Museum Ludwig<br>Bischofsgartenstr. 1 · 50667 Köln</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließendes Gespräch mit Editor Andrew Bird<br>Moderation: Dietmar Kraus, Kurator bei Edimotion</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eintritt frei</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Veranstaltung von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst in Kooperation mit der ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln.<br><br><em>Titelbild: Andrew Bird (re.) und Dietmar Kraus beim Edimotion-Festival 2025, Foto: Werner Busch</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr zum Thema:</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-filmszene-k-ln wp-block-embed-filmszene-k-ln"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="7OrCdqEbTk"><a href="https://filmszene.koeln/2025/10/23/edimotion-25-jahre-schnitt-preise-mit-japan-als-gastland-und-einer-hommage-an-patricia-rommel/">Edimotion: 25 Jahre Schnitt Preise – mit Japan als Gastland und einer Hommage an Patricia Rommel</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Edimotion: 25 Jahre Schnitt Preise – mit Japan als Gastland und einer Hommage an Patricia Rommel“ – Filmszene Köln" src="https://filmszene.koeln/2025/10/23/edimotion-25-jahre-schnitt-preise-mit-japan-als-gastland-und-einer-hommage-an-patricia-rommel/embed/#?secret=CW6yxyl3K0#?secret=7OrCdqEbTk" data-secret="7OrCdqEbTk" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/29/ifs-begegnung-edimotion-andrew-bird-praesentiert-der-filmamateur/">ifs-Begegnung Edimotion: Andrew Bird präsentiert DER FILMAMATEUR</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>KHM-Rundgang 2026: Vier Tage, 42 Filme, freier Eintritt</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/26/khm-rundgang-2026-vier-tage-42-filme-freier-eintritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 19:52:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Slider]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der KHM-Rundgang 2026 zeigt vom 15. bis 19. Juli aktuelle Arbeiten aus dem Studiengang »Mediale Künste«. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Filmprogramm:&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/26/khm-rundgang-2026-vier-tage-42-filme-freier-eintritt/">KHM-Rundgang 2026: Vier Tage, 42 Filme, freier Eintritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Der KHM-Rundgang 2026 zeigt vom 15. bis 19. Juli aktuelle Arbeiten aus dem Studiengang »Mediale Künste«. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Filmprogramm: An vier Tagen laufen 42 studentische Filme in 13 Programmblöcken – in der Aula der KHM und im Filmforum im Museum Ludwig. Der Eintritt ist frei.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch</em></h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Die <strong><a href="https://www.khm.de">Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)</a></strong> lädt vom <strong>15. bis 19. Juli</strong> zum <strong>Rundgang 2026</strong> ein. Die traditionelle Jahresausstellung zeigt aktuelle Arbeiten von Studierenden und Diplomand*innen des Studiengangs »Mediale Künste« – mit Ausstellungen, Filmprogrammen, Lesungen, Konzerten und Performances. Eröffnet wird der Rundgang am Mittwoch, 15. Juli, um 18:30 Uhr in der Aula der KHM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht in diesem Jahr erneut ein umfangreiches <strong><a href="https://www.khm.de/rundgang_2026_filmprogramm/">Filmprogramm</a></strong>. An vier Tagen präsentiert die KHM insgesamt 42 filmische Arbeiten, die in den vergangenen zwölf Monaten im Rahmen des Studiums entstanden sind. Zu sehen sind Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen, Experimentalfilme und hybride Formen des filmischen Erzählens. Die Längen und Formate variieren, entsprechend breit ist auch der Blick auf das, was an der KHM derzeit filmisch entsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Filme laufen in 13 Programmblöcken. Von Donnerstag bis Sonntag werden sie jeweils um 14, 16 und 18 Uhr in der Aula der KHM am Filzengraben gezeigt. Zusätzlich gibt es von Donnerstag bis Samstag jeweils um 20 Uhr Programme im Filmforum im Museum Ludwig. Die Filmemacher*innen sind bei den Vorführungen anwesend und geben im Anschluss Einblicke in Konzeption und Realisierung ihrer Arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für junge filmische Handschriften interessiert, bekommt beim KHM-Rundgang einen konzentrierten Einblick in die aktuelle Kurzfilmproduktion der Hochschule – und damit in Arbeiten, die oft noch vor Festivalpremieren, Verleihwegen und größeren Auswertungen zu sehen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rundgang insgesamt ist natürlich deutlich breiter angelegt. Insgesamt sind mehr als 100 Werke zu entdecken. Allein 30 Diplomprojekte werden im Ausstellungsparcours präsentiert – darunter Video- und Soundinstallationen, fotografische Arbeiten, Mixed-Media-Werke, Skulpturen, Malerei und literarische Arbeiten. Dazu öffnen Ateliers, Labore und Seminare und geben Einblicke in künstlerische Arbeitsprozesse und laufende Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Parcours entlang des Filzengrabens wird auch 2026 durch das neue Hauptgebäude der KHM am Heumarkt 14 erweitert. Als externe Veranstaltungsorte sind erneut das Filmforum im Museum Ludwig sowie das Matjö – Raum für Kunst des BBK Köln beteiligt. Für Studieninteressierte bietet die KHM während des Rundgangs zudem Beratungen an: am Donnerstag und Samstag, 16. und 18. Juli, jeweils von 14 bis 17 Uhr am Filzengraben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Film und Ausstellung entwickelt der Rundgang erfahrungsgemäß auch die Atmosphäre eines fünftägigen Sommerfestes. Lesungen, Hofkonzerte und Performances ergänzen das Programm täglich. <strong>Der Eintritt ist überall frei.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="477" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1.png" alt="" class="wp-image-17656" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1.png 850w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1-300x168.png 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1-768x431.png 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1-400x224.png 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Gesture_of_belonging_web-1-800x450.png 800w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gesture of Belonging, Foto: KHM</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Die Filmprogramme</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2026, 14 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln<br>Moderation: Vertretungsprof. Oliver Schwabe</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Männer in Autos – Fahren“, 2025, 9 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32562.maenner-in-autos-fahren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Richard Andreas Finger</li>



<li>„Tannenstraße 10“, 2026, 30 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32350.tannenstrasse-10/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Essay von Sarah Kramer</li>



<li>„Demontage“, 2026, 30 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32541.demontage/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Leonard Mann</li>



<li>„Wir müssen reden“, 2025, 12 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32231.wir-muessen-reden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Fabian Maria Schumbrutzki</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2026, 16 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln<br>Moderation: Prof. Philip Scheffner</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Gestures of belonging“, 2026, 7 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32488.gestures-of-belonging/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Experimentalfilm von Inna Lipovets</li>



<li>„Gorndorf, Texas“, 2025, 15 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32513.gorndorf-texas/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Riccardo Dejan Jurković und Josefine Rauch</li>



<li>„Das Außen, die Nacht“, 2026, 13 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32466.das-aussen-die-nacht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Experimentalfilm von Jakob Heimann</li>



<li>„Und in welcher Klasse bist du?“, 2026, 28 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32555.und-in-welcher-klasse-bist-du/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Justin Merkens</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2026, 18 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln</strong><br><strong>Moderation: Prof. Nanouk Leopold</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„0.0D (Diopter Zero)“, 2026, 5 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32514.0-0d-diopter-zero/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Experimentalfilm von canvaswan</li>



<li>„Hang am Baum“, 2024, 13 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.31580.hang-am-baum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Lucas Dülligen</li>



<li>„Nicht warm, sondern April“, 2026, 8 Min.<br>Spielfilm von Fabian Martin Anger</li>



<li>„ميراثُ الموؤدة | the legacy of female infanticide“ <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32527.the-legacy-of-female-infanticide/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>2026, 27 Min., Dokumentarfilm von Berzan Gerşê </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Donnerstag, 16. Juli 2026, 20 Uhr<br>Filmforum im Museum Ludwig<br>Moderation: Prof. Pia Marais</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Garden of Edie“, 2026, 20 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32499.garden-of-edie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Miri Klischat</li>



<li>„Acupuncture“, 2026, 7 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32529.acupuncture/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Animation von Weihao Han</li>



<li>„Beneath the Night“, 2026, 14 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32319.beneath-the-night/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm Maximilian Karakatsanis</li>



<li>„Offenes Spiel“, 2025, 7 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32445.offenes-spiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Justus Hanfland und Rasoul Mohammadi Koussehabad</li>



<li>„Vang:Mận – Wine:Plum“, 2026, 28 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32528.vang-mn-wine-plum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Nano Nguyen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freitag, 17. Juli 2026, 14 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln<br>Moderation: Prof. Philip Scheffner</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Maros Foto“, 2026, 30 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32563.maros-foto/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Alexandros Murböck</li>



<li>„모두를 위한 모국어는 없다“/ „No Mother Tongue for Everyone“, 2026, 68 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32511.no-mother-tongue-for-everyone/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Jinhyun Kim</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freitag, 17. Juli 2026, 18:30 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln<br>Moderation: Prof. Nanouk Leopold</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Mir zuliebe“, 2026, 79 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32518.mir-zuliebe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Fabian Rieke<br></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freitag, 17. Juli 2026, 20 Uhr<br>Filmforum im Museum Ludwig<br>Moderation: Prof. Franz Müller</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Crushers“, 2025, 8 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32166.crushers/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Julian Wonn, Matthias Schöning und Franka Schuh</li>



<li>„Consagración“, 2026, 17 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32224.consagracion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Vanessa Monti, Bildgestaltung: Bernard Mescherowsky</li>



<li>„Eine Tochter und zehn Söhne“, 2026, 21 Min.<br>Dokumentarfilm von Finn Ole Weigt u. Paula Milena Weise</li>



<li>„Komm’ uns doch mal wieder besuchen“, 2026, 14 Min.<br>Spielfilm von Bernard Mescherowsky</li>



<li>„Shirin und Nikan“, 2026, 18 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32516.shirin-und-nikan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Hesam Yousefi</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Samstag, 18. Juli 2026, 14 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln</strong><br><strong>Moderation: Prof. Alejandro Bachmann</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Trojan Boats“, 2024, 17 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32559.trojan-boats/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Ahmad A. Albaki</li>



<li>„S’Tuntschi vo Juf“, 2026, 30 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32343.s-tuntschi-vo-juf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Jon Grandpierre (Regie und Buch) und Yakob El Deeb (Bildgestaltung &amp; Buch)</li>



<li>„Das Monument bewegt sich“, 2026, 19 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32561.das-monument-bewegt-sich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Marja Suna Vormann</li>



<li>„El mismo sol, otra luz“, 2025, 26 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32042.el-mismo-sol-otra-luz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Experimentalfilm von Ivonne Sheen Mogollón</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Samstag, 18. Juli 2026, 16 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln</strong><br><strong>Moderation: Prof. Marcel Kolvenbach</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Off the Path“, 2026, 7 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32517.off-the-path/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Animationsprojekt von Shihao Du und Tongtong Li</li>



<li>„Elbows in Shatters“, 2025, 76 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.31918.nudel-in-scherben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Danila Lipatov und Karen Zimmermann</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Samstag, 18. Juli 2026, 18 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln<br>Moderation: Prof. Alejandro Bachmann</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>استحبس (Estahbes), 2026, 80 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32465.estahbes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Almourad Aldeeb</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Samstag, 18. Juli 2026, 20 Uhr<br>Filmforum im Museum Ludwig<br>Moderation: Prof. Marcel Kolvenbach</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„synchron schwimmen“, 2026, 23 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32009.synchron-schwimmen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Nadine Schwitter</li>



<li>„Keine Stadt, kein Dorf“, 2026, 23 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32228.keine-stadt-kein-dorf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Ekaterina Reinbold</li>



<li>„You don&#8217;t look nothing alike“, 2025, 26 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32273.you-dont-look-nothing-alike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Dokumentarfilm von Eva Świątkowski</li>



<li>„M.“, 2026, 27 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32476.m/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Adrian Witzel</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonntag, 19. Juli 2026, 14 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln</strong><br><strong>Moderation: Katja Lell, künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Dang Tu Di Chen Mo Shi&#8220;/ „When the Land Was Silent“<br>2026, 13 Min.,  Spielfilm von Yao Su <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32507.dang-tu-di-chen-mo-shi--when-the-land-was-silent/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a></li>



<li>„HAARmonie“, 2026, 2 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32492.haarmonie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Animation von Tim Große und Yeling Xi</li>



<li>„Help Glen“, 2026, 22 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32567.help-glen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Max Höller</li>



<li>„My map“, 2026, 15 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32491.my-map/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>VR/3D-Animation von Mayuko Kudo</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonntag, 19. Juli 2026, 16 Uhr<br>Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln</strong><br><strong>Moderation: Prof. Sebastian Richter</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„fragil“, 2026, 7 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.32440.fragil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Miri Klischat und Laurenz Otto</li>



<li>„Milch ins Feuer“, 2024, 79 Min. <a href="https://www.khm.de/studentische_arbeiten/id.31577.milch-ins-feuer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr</a><br>Spielfilm von Justine Bauer</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="574" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-1024x574.jpg" alt="" class="wp-image-17655" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-1024x574.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-300x168.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-768x431.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-1536x861.jpg 1536w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-400x224.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov-1231x690.jpg 1231w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/07/Elbow_in_Shatters_Danila_Lipatov.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch lange Filme gehören zum Programm: „Elbows in Shatters“, 2025, 76 Min. von Danila Lipatov und Karen Zimmermann, Foto: KHM</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h1 class="wp-block-heading">Weitere Rundgang-Termine</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Eröffnung des Rundgangs<br>Mittwoch, 15. Juli 2026, 18:30 Uhr<br>Aula der KHM</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausstellung<br>Donnerstag bis Sonntag, 16.–19. Juli 2026<br>jeweils 14–20 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Filmprogramme<br>Donnerstag bis Sonntag, 16.–19. Juli 2026<br>Aula der KHM, Filzengraben 2<br>jeweils 14, 16 und 18 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Donnerstag bis Samstag, 16.–18. Juli 2026<br>Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1<br>jeweils 20 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studienberatung<br>Donnerstag und Samstag, 16. und 18. Juli 2026<br>14–17 Uhr<br>Filzengraben 2</p>



<p class="wp-block-paragraph">Führungen<br>Treffpunkt: Foyer Heumarkt 14</p>



<p class="wp-block-paragraph">Donnerstag, 16. Juli 2026, 15:30 Uhr<br>Führung mit Rektor Mathias Antlfinger</p>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag, 18. Juli 2026, 15:30 Uhr<br>Führung mit Prorektorin Solveig Klaßen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonntag, 19. Juli 2026, 15:30 Uhr<br>Führung mit Prorektor Zilvinas Lilas</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrale Information<br>Heumarkt 14 und Filzengraben 2</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eintritt frei</strong>!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/26/khm-rundgang-2026-vier-tage-42-filme-freier-eintritt/">KHM-Rundgang 2026: Vier Tage, 42 Filme, freier Eintritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Review: Backrooms</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/17/review-backrooms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 22:31:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmszene.koeln/?p=17602</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein junger YouTuber verwandelt eine Internet-Sage über endlose gelbe Büroräume in einen der besten Kinofilme des Jahres. Kane Parsons’ Debüt funktioniert als Horrorfilm,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/17/review-backrooms/">Review: Backrooms</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein junger YouTuber verwandelt eine Internet-Sage über endlose gelbe Büroräume in einen der besten Kinofilme des Jahres. Kane Parsons’ Debüt funktioniert als Horrorfilm, Psychothriller, Arthouse-Film und vor allem als selten gewordener Beweis, dass im Kino noch wirklich neue Räume aufgehen können.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch.</em></h3>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dieser Film existiert, ist ein kleines Wunder. Dass er auch noch verdammt gut ist, vielleicht ein noch größeres. 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 ist der erste Langfilm von Kane Parsons, der unter dem Alias Kane Pixels im Netz längst kein Geheimtipp mehr ist. Geboren wurde er am 18. Juni 2005. YouTube ist also tatsächlich älter als dieser Regisseur. Der darf erst seit gestern Alkohol trinken, er ist 21 Jahre alt geworden. Man kann hier ruhig einmal das alte, große Wort auspacken: Wunderkind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vergleich mit einem anderen Wunderkind liegt nahe, Steven Spielberg war 25 als sein erster Kinofilm 𝐃𝐮𝐞𝐥 im Jahr 1971 erschien. Ursprünglich fürs Fernsehen gedreht, aber so gut, dass er von Universal ins Kino gehoben wurde. Parsons kommt aus einer völlig anderen Welt. Spielberg kam aus dem Fernsehen, hatte den ersten Columbo-Film mit Peter Falk gedreht, arbeitete in einem vitalen Hollywood, das gerade in einem großen kreativen Umbruch war. Parsons Welt speist sich aus YouTube, Pandemie, Blender, digitaler Einsamkeit und Internet-Folklore.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Namen Kane Pixels hat Parsons schon als Teenager extrem aufwendige, mit großem Gespür fürs Filmische inszenierte Videos geschaffen. Sie spielen zu großen Teilen in einer geheimen Parallel-Dimension: den Backrooms. Wer bei Parallelwelten an kosmische Pracht, Zauberglanz oder Marvel-Portale denkt, landet hier sehr unsanft in gelbsuchtkrankem Gelb. Endlose Büroräume, schäbige Tapeten, feuchter Teppich, das statische Surren der Deckenlampen, dazu der eigene Atem, wenn man durch dieses Labyrinth irrt und sich fragt, was diese Räume sind, warum sie da sind und was hinter der nächsten Ecke lauert. Und dann ist da noch dieses merkwürdige Wesen, das einen mit gar schrecklichen Geräuschen jagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Backrooms basieren auf einer sogenannten Creepypasta, einer modernen Internet-Sage. 2019 tauchte auf 4chan das Bild eines leeren, gelb tapezierten Büroraums auf, verbunden mit der Idee, man könne durch einen Fehler in der Wirklichkeit in diese Räume »hineinclippen«, wie bei einem Glitch in einem Computerspiel. Aus diesem Bild wurde ein kollektiver Mythos: eine leere Welt hinter der Welt, endlos, banal, falsch. Keine gotische Burg, kein verfluchtes Haus, kein Friedhof. Das Grauen sieht aus wie der abgelebte Nebenraum eines Versicherungsbüros. Passend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parsons hat dieses Material eine Form und eine Erzählweise gegeben, die stilbildend wurde und ein ganzes YouTube-Subgenre begründete. Während der Pandemie brachte er sich 3D-Animation und visuelle Effekte bei, arbeitete mit Blender und Adobe After Effects und baute daraus eine Ästhetik, die gleichzeitig billig, präzise, kaputt und unheimlich wirkt. Sein erstes großes Backrooms-Video, 𝐓𝐡𝐞 𝐁𝐚𝐜𝐤𝐫𝐨𝐨𝐦𝐬 (𝐅𝐨𝐮𝐧𝐝 𝐅𝐨𝐨𝐭𝐚𝐠𝐞), erschien im Januar 2022 und hat inzwischen über 86 Millionen Aufrufe. Das Hollywood anklopfte, wundert wenig. Erstaunlich ist eher, dass dabei am Ende ein Film herauskam, der das Material verdammt erst nimmt und gleichzeitig als Spielfilm &#8211; ohne jede Vorkenntnisse des Publikums &#8211; funktioniert. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-17605" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-1024x678.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-300x199.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-768x509.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-1536x1018.jpg 1536w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-2048x1357.jpg 2048w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-400x265.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Arbeitsfoto_04-1042x690.jpg 1042w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Kane Parsons am Set von BACKROOMS, Foto: Constatin Film</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Glück war es A24. Das Studio hat Parsons mit professioneller Hilfe versorgt: Drehbuch, Kamera, Produktion, Schauspieler*innen, sind trotz des limitierten Budgets von nur 10 Millionen Dollar first class. Das Drehbuch stammt von Will Soodik und Kane Parsons, die Kamera von Jeremy Cox. Produzentisch steht eine ganze Phalanx hinter dem Film, unter anderem aus dem Umfeld von James Wan, 21 Laps und Chernin Entertainment. Auf dem Papier klingt das nach der üblichen Maschine, die eine rohe Internet-Idee glattpoliert. Im Kino sieht man etwas anderes: einen Film, der größer geworden ist, ohne seine eigentliche Störung zu verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zentrale Problem liegt auf der Hand: Wie macht man aus einer Webserie, die fast nichts erklärt, aus Menschen, die durch Labyrinthe irren, und aus gelegentlichen Monsterattacken einen erzählerischen Kinofilm? 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 löst das mit einem erstaunlich zweckdienlichen und interessanten Plot, der funktioniert. Chiwetel Ejiofor spielt Clark, einen gescheiterten Architekten, der sich inzwischen mit einem drittklassigen Möbelgeschäft über Wasser hält. Im Keller dieses Geschäfts entdeckt er den Eingang in die andere Welt. Renate Reinsve spielt Dr. Mary Kline, seine Psychoanalytikerin. Als Clark verschwindet, geht sie ihm nach. Was sie findet, wird ihr kaum gefallen. Dem Genre-Publikum allerdings sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ejiofor, den man nach seiner Hauptrolle in 12 Years a Slave (2012) viel zu selten gesehen hat, spielt Clark mit einer gebrochenen Schwere, die dem Film guttut. Lässt aber auch komische, sympathische Momente in seiner Performance shinen. Dieser Mann wirkt nicht wie ein klassischer Horrorheld, der zufällig in eine gefährliche Lage gerät. Renate Reinsve, die man aus Joachim Triers 𝐓𝐡𝐞 𝐖𝐨𝐫𝐬𝐭 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐨𝐧 𝐢𝐧 𝐭𝐡𝐞 𝐖𝐨𝐫𝐥𝐝 und zuletzt aus dem norwegischen Oscar-Anwärter 𝐒𝐞𝐧𝐭𝐢𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥 𝐕𝐚𝐥𝐮𝐞 gut in Erinnerung hat, bringt eine schöne Mischung aus Kontrolle, Neugier und wachsender Panik mit. Sie ist keine reine Erklärfigur, obwohl ihre Rolle genau diese Gefahr in sich trägt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-17606" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-1024x576.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-300x169.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-768x432.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-1536x864.jpg 1536w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-400x225.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-1260x709.jpg 1260w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-800x450.jpg 800w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02-1227x690.jpg 1227w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Backrooms_Szenenfoto_02.jpg 1837w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Renate Reinsve in BACKROOMS, Foto: Constatin Film</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Getragen wird der Film aber vor allem von seinen Bildern. 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 hat Visuals, an denen man sich festsehen kann: gelbe Korridore, falsche Wohnwelten, absurde Möbelhausräume, matte-painting-artige Hintergründe, Bildideen, die manchmal an Paul Thomas Andersons, manchmal an Tim Burton erinnern. Verrückt ist dabei: Fast alles dieser Backrooms wurde tatsächlich gebaut. Man muss isch mal vorstellen, was das für Parsons bedeutet haben muss: wirklich durch jene gelben Räume zu gehen, die er vorher über Jahre nur am Rechner modelliert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film ist dabei klug genug, das Rätsel nicht totzuerklären. Natürlich braucht ein Kinofilm Figuren, Rhythmus, Einsätze, Konflikte. Aber 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 weiß, dass seine stärksten Momente aus dem Nichtwissen kommen. Warum sind diese Räume da? Wer hat sie gebaut? Sind sie Erinnerung, Architektur, Hölle, Simulation einer evil corporation, psychischer Raum? Der Film beantwortet genug, um nicht beliebig zu werden, und lässt genug offen, damit das Grauen weiterarbeitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beeindruckende ist, wie wenig sich dieser Film wie ein kalkulierter IP-Transfer anfühlt. In Hollywood wird sonst jede Sache noch einmal verfilmt, die schon einmal einen Namen hatte, sei es Superheld, Spielzeug, Computerspiel, Fortsetzung, Prequel, Legacy-Dingsbums. 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 hat natürlich auch einen Namen. Aber dieser Name kommt aus einer anderen Kultur: aus Foren, YouTube, digitalen Bildresten, kollektiver Angst vor liminalen Räumen. Der Film wirkt nicht wie Markenpflege, eher wie der seltene Fall, dass ein Studio einem sehr jungen Filmemacher zutraut, seine eigene seltsame Welt auf die Leinwand zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 dann auch noch unverschämt erfolgreich wurde und A24 den bislang größten Hits seiner Geschichte beschert hat, ist das nächste kleine Wunder. Der Hype in den USA hilft einem beim Sehen allerdings nur bedingt. Wer mit der Erwartung hineingeht, hier werde das Horror-Kino komplett neu erfunden, wird vielleicht zu viel verlangen. Der Film ist nicht perfekt. Manche Übergänge sind sehr funktional, einzelne Erklärmomente hätte man noch kälter, noch böser, noch knapper setzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das fällt wenig ins Gewicht, weil 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 etwas hat, das im Kino selten geworden ist: eine eigene Welt. Eine wirklich eigene. Keine nostalgische Replik, kein dekorierter Franchise-Baustein, kein glattgebügelter Streaming-Albtraum. Dieser Film kommt aus dem Internet und begreift trotzdem, was Kino kann. Große Empfehlung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Eine tolle Übersicht zu allen Vorstellungen von 𝐁𝐀𝐂𝐊𝐑𝐎𝐎𝐌𝐒 in Köln bietet <a href="https://koelnkino.koeln/film/backrooms">koelnkino.koeln.</a></h2>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Kane Parsons Breakthrough-Video, das den Internet-Hype 2022 begründete, findet ihr nach wie vor auf YouTube:</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="The Backrooms (Found Footage)" width="900" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/H4dGpz6cnHo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 12:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Filmhaus Köln startet mit NRW On Fire eine neue Reihe für junge Filme aus Nordrhein-Westfalen – als Kinoplattform, Treffpunkt und Signal an&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/15/nrw-on-fire-neues-forum-fuer-junge-filme/">NRW On Fire: Neues Forum für junge Filme</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Filmhaus Köln startet mit NRW On Fire eine neue Reihe für junge Filme aus Nordrhein-Westfalen – als Kinoplattform, Treffpunkt und Signal an eine Branche, die ihren Nachwuchs oft zu früh allein lässt. Joachim Kühn und Dirk Steinkühler sprechen über Erstlingsfilme, verlorene Branchenformate, fehlende Aufbauarbeit und darüber, warum Köln sehr wohl eine Kinostadt ist, wenn man sie lässt.</h4>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Frank Olbert.</em></h3>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kölner Filmhaus geht die Reihe „<strong>NRW On Fire</strong>“ an den Start. In Kooperation mit Filminitiativen, Kinos und Festivals aus Nordrhein-Westfalen wollen<strong> Joachim Kühn und Dirk Steinkühler</strong> ein Forum für den Nachwuchs schaffen – mit klassischen Filmvorführungen, aber auch mit Branchentreffen, die dem Austausch dienen, sowie mit begleitenden Gesprächen. Der erste Film in dieser Reihe ist „<strong>Baba Kush“ von Leon Kluth</strong> (Start am Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr). Zwei Freunde ziehen sich zum Hotboxing in eine Telefonzelle zurück. Als die Polizei auftaucht, gerät die Freundschaft unter Druck. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit Regisseur Leon Kluth.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn kuratiert gemeinsam mit Dirk Steinkühler das Programm des Filmhaus-Kinos. Im Interview sprechen sie über „NRW On Fire“, die Chancen für den Filmnachwuchs in Nordrhein-Westfalen und die Versäumnisse der Filmförderung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Koeln_Filmpalette_KPP2020_Dirk-Steinkuehler_Joachim-Kuehn-1024x681-1.jpg" alt="" class="wp-image-17585" style="aspect-ratio:1.5036953958531045;width:440px;height:auto" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Koeln_Filmpalette_KPP2020_Dirk-Steinkuehler_Joachim-Kuehn-1024x681-1.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Koeln_Filmpalette_KPP2020_Dirk-Steinkuehler_Joachim-Kuehn-1024x681-1-300x200.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Koeln_Filmpalette_KPP2020_Dirk-Steinkuehler_Joachim-Kuehn-1024x681-1-768x511.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Koeln_Filmpalette_KPP2020_Dirk-Steinkuehler_Joachim-Kuehn-1024x681-1-400x266.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dirk Steinkühler (l.) und Joachim Kühn in der Filmpalette, Foto: Film- und Medienstiftung NRW</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Joachim, Dirk, was hat Euch zu „NRW On Fire“ angeregt?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Dirk Steinkühler und ich bekommen viele Abschluss- oder Erstlingsfilme angeboten, die eine hohe Qualität besitzen. Die wollen wir hier im Filmhaus als Erstaufführungen zeigen. Das geht also über eine Teams-and-Friends-Premiere hinaus: Es gibt eine Veranstaltung dazu, er soll über längere Zeit laufen, und wir beobachten, wie das funktioniert. Außerdem bieten wir den Film Kollegen aus der NRW-Kinoszene an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Ihr habt das schon ausprobiert?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Genau, das hat gut funktioniert im vergangenen Jahr, und nun wollen wir das auf eine breitere Basis stellen. Wir wollen Partner ansprechen, die etwas für den Nachwuchsfilm tun wollen. So gibt es hier eine informelle Runde beim Filmhaus, den Filmhaus-Club, die diese Initiative begrüßt und in der auch das Label „NRW On Fire“ geboren wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>NRW ist also die Bedingung?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Es muss einen Bezug zu NRW geben. Die Filme müssen hier entstanden sein. Das heißt nicht immer Köln, auch nicht Düsseldorf oder Dortmund, sondern auch mal Unna. Was es mit dieser Reihe auf sich hat, ist, dass sie ganz NRW im Blick hat und nicht nur die KHM in Köln oder andere Hochburgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Es geht Euch aber nicht nur darum, Filme zu zeigen?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Wir wollen zum Beispiel auch junge Produktionsfirmen vorstellen. Und auch Initiativen, die mit der Filmbranche zu tun haben. „NRW On Fire“ wird eine Mischform sein. Außerdem wird es ein Symposion des Filmbüro NW zum Thema Nachwuchs geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Wer macht beim Filmhaus-Club mit?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Das sind Filmschaffende aus allen möglichen Bereichen. Der Club ist in seiner aktuellen Form sicher ausbaufähig. Das ist ein lockerer Zusammenschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Freischaffende Filmemacher gehören dazu, aber auch das Film Festival Cologne, das Filmbüro NW – alle, die Öffentlichkeit herstellen können. Das ist ein offener Kreis, kein Verein oder eine sonstwie geartete Körperschaft. Eine Initiative im besten Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gibt es in NRW eine etablierte Bühne für den Nachwuchs, oder ist es mehr oder weniger Zufall, wenn er mal die Chance bekommt, sich zu zeigen?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Es gibt das Film Festival Cologne, es gibt das Festival in Lünen, das Frauenfilmfestival und damit schon verschiedene Foren, die sich um den Nachwuchs kümmern. Aber eben immer im Zusammenhang eines Festivals. Aber Filme im normalen Kinobetrieb zu zeigen, das ist etwas anderes. Auch in der Förderung spielt der Nachwuchs eine Rolle, aber wie dessen weitere Entwicklung begleitet wird, mit einem zweiten, einem dritten Film, das ist die Frage. Es muss ja darum gehen, dem Nachwuchs Zugang zur Branche zu eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Und das wird zu wenig in Angriff genommen?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Leider hat NRW mehrere Veranstaltungen verloren, die dies versuchen, und damit hat es auch tun, dass wir mit „NRW On Fire“ etwas Neues anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Ihr sprecht von Foren wie European Work in Progress und dem International Film Distribution Summit und auch der Filmmesse, die im Cinedom stattgefunden hat, die für NRW weggebrochen sind?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Klar, weder die Programmmacher der großen Festivals kommen noch hierher noch die Weltvertriebe. Bei European Work in Progress saßen die hier drei Tage konzentriert beisammen, und auch der Distribution Summit war hochkarätig besetzt. Die Leute kamen aus den USA genauso wie aus afrikanischen Ländern und haben berichtet, wie das Kino in ihrer Heimat funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Und in Bezug auf Cinedom und die Filmmesse muss man feststellen, dass die Kinobetreiber und großen Verleiher nun fernbleiben. Man wird leider schmerzlich merken, dass die nun nicht mehr über mehrere Tage hinweg in der Stadt sind. Wir hatten immer Besuch von den Disponentinnen und Disponenten, die sich die Kinos angeschaut haben. Das geschieht nun nebenbei, wenn sie auf der Durchreise sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Stoßt ihr in diese Lücke?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kühn: „NRW On Fire“ ist schon etwas anderes, aber ja: Es geht ums Kino und nicht um Fernsehen und Serien. Denn es gibt die Studierenden an den Hochschulen oder die, die beim Mediengründerzentrum sind, die Langfilme machen wollen. Das ist nicht zuletzt die ursprüngliche Idee der Filmförderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>In diesem Zusammenhang hört man, dass Köln eine Fernseh-, keine Kinostadt sei.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Wenn man nichts dafür tut, dann ist das eben so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: Ich würde dem widersprechen, dass Köln keine Kinostadt sei. Was auf seiten der Produktion stattfindet, so mag das weniger geworden sein. Was aber das Kino angeht, so gibt es weitaus mehr Aktivität rund ums Kino. Ein Beispiel ist das Abo „Cineville“. Köln ist dort die erfolgreichste Stadt bundesweit. Das liegt auch daran, dass alle Kinos an einem Strang ziehen und sich Kinobetreiber wie Jürgen Lütz in besonderem Maß engagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Köln ist außerdem eine Stadt, in der es sehr viele Kinobetreiber gibt, im Unterschied zu Städten, in denen sich die Szene auf wenige Akteure konzentriert, in Essen, Düsseldorf oder Freiburg etwa. Und nach wie vor wird hier Kino produziert: Es gibt die Produktionsfirmen und Weltvertriebe. Demgegenüber ist das Bekenntnis zum Kino bei manchen nicht ganz so leidenschaftlich, wie man sich das wünschen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Ihr findet, dass sowohl von der Politik als auch von der Film- und Medienstiftung NRW zu wenig kommt, was die Stärkung des Kinos betrifft?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Viel zu wenig. Veranstaltung werden nicht unterstützt geschweige denn ausgebaut. Das hat sich in den vergangenen zwei Jahren eklatant zum Schlechteren gewendet. Das betrifft die genannten Branchenveranstaltungen ebenso wie das Film Festival Cologne. Gerade die Branchenveranstaltungen hätte es ohne die Filmstiftung nie gegeben, da hat sie wirklich ein Zeichen gesetzt, aber das müsste auch fortgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Um noch einmal auf den Nachwuchs zu kommen: Auch dafür fehlt es an der notwendigen Unterstützung?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dirk Steinkühler: „Der Nachwuchs reicht nicht“. „Deswegen kommen die Leute nicht ins Kino“, heißt es. Ja, das mag stimmen. Andererseits muss man gerade deswegen größeren Aufwand betreiben, muss man es besser verkaufen. Wenn wir vom Nachwuchs sprechen, sprechen wir von jungen Leuten, die eben auch Kino für junge Leute machen. Und junges Publikum wollen wir doch haben, denn irgendwann wird es älter und geht dann immer noch ins Kino. Dafür muss man aber arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kühn: Man hat leider zu wenig Zutrauen, dass gut ist, was hier in NRW gemacht wird. Das setzt sich bundesweit fort: Förderfähig soll nur noch sein, was Markterfolg verspricht. Da tut sich eine riesige Lücke auf, in der jede Menge Filme verschwinden, die zwar erfolgreich sein könnten, aber noch lange keine Blockbuster sind. Es wird keine Aufbauarbeit mehr betrieben. Ein Beispiel: Vor fünf Jahren hatten wir İlker Çatak zu Gast, als wir das Filmhaus wieder eröffnet haben. Und wenn İlker damals nicht gemacht hätte, was er gemacht hat, dann wäre er heute nicht da, wo er ist. Es geht klein los, aber nach drei Filmen ist man unter Umständen bei den Oscars. Den direkten Sprung zu den Oscars, den gibt es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Was ist Eure Forderung im Hinblick auf den Nachwuchs?</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kühn: Dass kontinuierlich Reihen gefördert werden, in denen zumindest einmal im Monat die Arbeiten von jungen Filmemacherinnen und -machern gezeigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steinkühler: Dass man auch auf der Produktionsseite den Mut aufbringt, Filme zu fördern, die von Nachwuchsregisseurinnen und -regisseuren stammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Interview: Frank Olbert</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="750" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/medium_2024_baba_kush_012_904867d651.jpg" alt="" class="wp-image-17592" style="width:226px;height:auto" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/medium_2024_baba_kush_012_904867d651.jpg 500w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/medium_2024_baba_kush_012_904867d651-200x300.jpg 200w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/medium_2024_baba_kush_012_904867d651-460x690.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Das nächste Screening:</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18. Juni,&nbsp;20</strong> <strong>Uhr</strong>: <br><strong>NRW on Fire: Baba Kush</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Max und Uli sind alte Freunde. Als sie sich eines Abends in einer einsamen Telefonzelle einen Joint anzünden, taucht plötzlich eine Polizeistreife auf, die nicht wieder verschwinden will. Je länger den Jungs eine Flucht versperrt bleibt, desto mehr wird ihnen klar, dass sie eigentlich keine Freunde mehr sind&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>– anschl. Filmgespräch mit Regisseur Leon Kluth</strong>. „NRW On Fire“ ist eine Initiative aus der NRW-Filmbranche, der Initiativen, Kinos und Festivals.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://filmhaus-koeln.de/film/baba-kush">Spielzeiten und Tickets:&nbsp;Baba Kush</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Titelbild: Baba Kush von Leon Kluth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="BABA KUSH Trailer (2024) English" src="https://player.vimeo.com/video/1045364540?dnt=1&amp;app_id=122963" width="900" height="506" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin"></iframe>
</div></figure>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Persönlich, politisch, nah: Acht junge Filme im Filmhaus Köln</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/13/persoenlich-politisch-nah-acht-junge-filme-im-filmhaus-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 16:52:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmszene.koeln/?p=17595</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Filmhaus Mentoring Programm 2025/26 unter Leitung von Florian Schmitz und Till Gombert begleitet junge Menschen unter 30 Jahren auf dem Weg zu&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/13/persoenlich-politisch-nah-acht-junge-filme-im-filmhaus-koeln/">Persönlich, politisch, nah: Acht junge Filme im Filmhaus Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Das Filmhaus Mentoring Programm 2025/26 unter Leitung von Florian Schmitz und Till Gombert begleitet junge Menschen unter 30 Jahren auf dem Weg zu ihrem ersten dokumentarischen Kurzfilm. Am 20. und 21. Juni werden die Arbeiten des fünften Jahrgangs im Filmhaus Köln gezeigt – in zwei Blöcken, die von Exil, Care-Arbeit und Rassismus bis zu queerer Krankheitserfahrung, Diaspora und Kölner Kneipenkultur reichen.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch</em></h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Acht junge Menschen, acht dokumentarische Kurzfilme, zwei Vormittage im Filmhaus Köln: Am Wochenende präsentiert das <strong>Filmhaus Mentoring Programm </strong>2025/26 die Ergebnisse seines fünften Jahrgangs. Das Programm richtet sich an Menschen unter 30 Jahren und begleitet sie auf dem Weg zum ersten eigenen dokumentarischen Kurzfilm. Am Ende stehen Filme, die persönliche Erfahrungen ernst nehmen und sie zugleich in größere gesellschaftliche Zusammenhänge stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei reicht die Spannweite der Themen weit über klassische Nachwuchsübungen hinaus. In den Filmen geht es um Krieg und Exil, um Pflege und familiäre Verantwortung, um Migrationserfahrungen, Rassismus, Einsamkeit, chronische Krankheit, Diaspora, Erinnerung und Gemeinschaft. Das ergibt ein Programm, das nah an den Protagonist*innen bleibt und zugleich zeigt, wie stark dokumentarisches Arbeiten vom eigenen Blick, von Vertrauen und von genauer Beobachtung lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Block läuft am Samstag, 20. Juni, um 12:30 Uhr. In 𝐃𝐢𝐦𝐢 von Danylo Pelekhatyi berichtet Dima von den ersten Kriegstagen in Kupjansk, vom Abschied seiner Familie und von der schwierigen Entscheidung, die Heimat zu verlassen. Der Film schildert die emotionale Belastung des Exils und stellt die Frage nach Schuld gegenüber jenen, die geblieben sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">𝐒𝐨𝐫𝐠𝐞 𝐭𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧 von Jules Duffner blickt auf Irma, die seit über 65 Jahren in dem Haus lebt, in das sie einst als junge Frau mit ihrem frisch angetrauten Ehemann eingezogen ist. Der Alltag im Alter, das Leben zu zweit, die Brüchigkeit vertrauter Abläufe: Der Film verbindet die persönliche Beobachtung mit einem Blick auf Care-Arbeit, Pflege und jene Verantwortung, die in Familien und Gesellschaft oft unsichtbar bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In 𝐃𝐮 𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐬𝐭 𝐝𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐂𝐡𝐚𝐧𝐜𝐞 von Amélie Achouri begegnen sich drei Generationen einer Familie mit Migrationsgeschichte. Der Film spannt einen Bogen von der Ankunft als Gastarbeiter in Deutschland über das Aufwachsen als einziges ausländisches Kind in der Schulklasse bis zu Erfahrungen der 2000er Jahre. Die Frage bleibt unbequem: Hat sich wirklich etwas verändert, oder zeigt sich Rassismus heute nur subtiler?</p>



<p class="wp-block-paragraph">𝐇ä𝐬 𝐝𝐨 𝐦𝐢𝐧𝐠𝐞 𝐒𝐨𝐧𝐧 𝐠𝐞𝐬𝐢𝐧𝐧? von Pi Schmidt führt in eine Kölner Kneipe. Zwischen Kölsch, Spielautomaten und Karnevalsorden geht es um Nähe, Austausch und Gemeinschaft – um einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die im Alltag vielleicht wenig miteinander zu tun hätten. Der Film schaut auf das Veedel als sozialen Raum und auf die Kneipe als zweites Wohnzimmer.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Block folgt am Sonntag, 21. Juni, ebenfalls um 12:30 Uhr. 𝐔𝐫𝐥𝐚𝐮𝐛 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐢𝐧𝐬𝐚𝐦𝐤𝐞𝐢𝐭 von Clyde Clemens richtet den Blick auf Milo, auf ein Leben im obersten Stock eines Mehrfamilienhauses, in dem die Treppe zur Hürde und das Fenster zum Kontakt mit der Außenwelt wird. Der Film gibt Einblick in ein queeres Leben mit chronischer Krankheit und erzählt von ME/CFS aus einer Perspektive, die im gesellschaftlichen Alltag oft verschwindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">𝐓𝐡𝐞 𝐁𝐢𝐫𝐝 𝐓𝐡𝐚𝐭 𝐊𝐧𝐞𝐰 𝐌𝐲 𝐍𝐚𝐦𝐞 von Franziska Höbing, entstanden in Co-Regie mit Jannik Schlüter, beginnt mit einem Namen und einem Ort. Aus diesen wenigen Informationen entsteht eine Suche nach Franziskas unbekanntem Vater, die vom Münsterland bis nach Martinique führt. Der Film erzählt von Familie, Identität und Diaspora – und davon, wie Spuren eines Menschen zugleich Spuren einer größeren Geschichte sein können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In 𝐃𝐢𝐯𝐞 𝐁𝐮𝐝𝐝𝐲 von Sina Knaup reflektiert Sabine ihre Vergangenheit und spricht über die Frauen, die sie geprägt haben. Das Tauchen ist für sie Hobby, Zuflucht und Ausgleich. Ihre Tochter begleitet sie mit der Kamera und als Tauchpartnerin. So entsteht ein Film über Nähe, Erinnerung und eine Beziehung, die sich auch unter Wasser fortsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künstlerische Leitung des Mentoring Programms liegt bei <strong>Florian Schmitz und Till Gombert</strong>. Als Mentor*innen wirkten <strong>Serpil Turhan, Lisa Bühl und Hamed Mohammadi</strong> mit. Gefördert wurde das Programm durch das Kulturamt der Stadt Köln. Tickets für beide Blöcke gibt es im Online-Vorverkauf und, sofern noch verfügbar, an der Kinokasse.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Termine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag, 20. Juni 2026, 12:30 Uhr<br>Filmhaus Köln<br>Kurz-Dokumentarfilme des Filmhaus Mentoring Programms 2025/26 – Block 1</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonntag, 21. Juni 2026, 12:30 Uhr<br>Filmhaus Köln<br>Kurz-Dokumentarfilme des Filmhaus Mentoring Programms 2025/26 – Block 2</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/13/persoenlich-politisch-nah-acht-junge-filme-im-filmhaus-koeln/">Persönlich, politisch, nah: Acht junge Filme im Filmhaus Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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		<title>Filmclub 813 holt die »Lost Generation« der DFFB nach Köln</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/09/filmclub-813-holt-die-lost-generation-der-dffb-nach-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 17:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmszene Aktuell]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmszene.koeln/?p=17549</guid>

					<description><![CDATA[<p>Christian Petzold und Thomas Arslan kennt jeder. Aber was ist mit Matl Findel, José van der Schoot, Christoph Willems und Michael Freerix? Der&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Christian Petzold und Thomas Arslan kennt jeder. Aber was ist mit Matl Findel, José van der Schoot, Christoph Willems und Michael Freerix? Der Filmclub 813 macht seinem guten Ruf alle Ehre und lässt Kino zur Entdeckung werden. Als präzise gesetzter Geheimtipp holt er immer wieder Filme zurück auf die Leinwand, die außerhalb dieses Hauses fast niemand mehr zu sehen bekommt. Am kommenden Wochenende sind das Arbeiten aus dem Berliner DFFB-Umfeld der 90er, roh, eigen, mit Humor und Melancholie.</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch</em>.</h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Filmclub 813</strong> setzt seine Hommage an <strong>Bernhard Marsch</strong> (1962–2025) fort – und wählt dafür ein Programm, das sehr gut zu ihm passt: Filme, die nie nach Mehrheitsgeschmack schielen mussten. Vom <strong>12. bis 14. Juni 2026</strong> kommen drei Berliner Filmschaffende nach Köln: <strong>Matl Findel, José van der Schoot und Christoph Willems</strong>. Alle drei gehören zu jener DFFB-Generation der frühen 1990er, die in der Filmgeschichte oft als Randnotiz auftaucht, im Kreis der Eingeweihten aber seit Jahrzehnten hoch gehandelt wird. Ein vierter Name gehört untrennbar dazu: <strong>Michael Freerix</strong>. Er ist Anfang 2026 gestorben. Seine Arbeiten laufen in Köln trotzdem – als Zeichen von Kontinuität und als Erinnerung daran, dass Filmkultur im 813 immer auch aus Freundschaft bestand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon 1998, beim zweiten Kölner Filmfestival 813 mit Schwerpunkt „Junge Deutsche Filme“, liefen diese Namen im Umfeld der Berliner Schule. Thomas Arslan und Christian Petzold wurden später kanonisch. Findel, Freerix, van der Schoot und Willems blieben dagegen Geheimtipps – getragen von einer Form der Begeisterung, die weniger mit Karrierepfaden zu tun hat als mit einer bestimmten Art Kino zu denken: lässig, humorvoll, manchmal versponnen, oft mit einem Hang zum Absurden. Genau diese Haltung macht das Wochenende so reizvoll für Filmstudierende und alle, die sich gern an Filmen festhaken, die nicht „glatt“ sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht dabei kein „Best of“, sondern ein in sich stimmiges Bild dieser Arbeiten – viel 16mm, einmal sogar 35mm. Besonders markant: <strong>CHRONIK DES REGENS</strong> von Michael Freerix in Schwarzweiß, als 35mm-Kopie. Dazu kommen Filme, die im 813-Kontext fast mythisch weitergereicht wurden: <strong>DER MANN AUS DEM OSTEN</strong> (Christoph Willems) oder <strong>ERFOLGLOSE KÜNSTLER</strong> (José van der Schoot), Titel, die schon mit ihrem Namen eine gewisse Sturheit behaupten. Die Anwesenheit der Gäste gibt dem Ganzen einen zweiten Fokus: Gespräche, Erinnerungen, Reibungen, Wiedersehen. Köln und Berlin treffen sich hier nicht als Branchentreff, sondern als lange Verbindung über Bilder.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="617" src="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-1024x617.jpg" alt="" class="wp-image-17551" srcset="https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-1024x617.jpg 1024w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-300x181.jpg 300w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-768x463.jpg 768w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-400x241.jpg 400w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1-1146x690.jpg 1146w, https://filmszene.koeln/wp-content/uploads/2026/06/Chronik-des-Regens-1536x925-1.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">𝐂𝐇𝐑𝐎𝐍𝐈𝐊 𝐃𝐄𝐒 𝐑𝐄𝐆𝐄𝐍𝐒 (D 1990, 72 Min., s/w, 35mm) – Regie: Michael Freerix</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Termine und Filme im Überblick</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Freitag, 12.06.2026 · 19:15 Uhr c.t.<br>𝐃𝐈𝐄 𝐅𝐀𝐑𝐁𝐄 𝐃𝐄𝐒 𝐅𝐑Ü𝐇𝐋𝐈𝐍𝐆𝐒 (BRD 1985, 8 Min., 16mm) – Regie: Michael Freerix<br>𝐅𝐔𝐒𝐒𝐏𝐈𝐋𝐙 𝐎.𝐊. (BRD 1988, 5 Min., s/w, 16mm) – Regie: Michael Freerix<br>𝐃𝐀𝐒 𝐅𝐑Ü𝐇𝐒𝐓Ü𝐂𝐊 (BRD 1987, 28 Min., s/w, 16mm) – Regie: Christoph Willems<br>𝐈𝐌 𝐑𝐄𝐆𝐄𝐍 (𝐓𝐀𝐍𝐓 𝐏𝐈𝐒) (D 1994, 29 Min., 16mm) – Regie: Matl Findel</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freitag, 12.06.2026 · 21:30 Uhr c.t.<br>𝐄𝐑𝐅𝐎𝐋𝐆𝐋𝐎𝐒𝐄 𝐊Ü𝐍𝐒𝐓𝐋𝐄𝐑 (D 1994, 70 Min., digital) – Regie: José van der Schoot<br>𝐀 𝐅𝐀𝐂𝐄 𝐋𝐀𝐑𝐆𝐄𝐑 𝐓𝐇𝐀𝐍 𝐌𝐈𝐍𝐄 (D 2017, 20 Min., digital) – Regie: José van der Schoot</p>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag, 13.06.2026 · 19:15 Uhr c.t.<br>𝐀𝐋𝐋𝐄 𝐙𝐄𝐈𝐓 𝐃𝐄𝐑 𝐖𝐄𝐋𝐓 (D 1997, 95 Min., 16mm) – Regie: Matl Findel<br>Vorprogramm: 𝐃𝐀𝐒 𝐁𝐋𝐀𝐔𝐄 𝐕𝐎𝐌 𝐇𝐈𝐌𝐌𝐄𝐋 (D 1992, 20 Min., 16mm) – Regie: Matl Findel</p>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag, 13.06.2026 · 22:00 Uhr c.t.<br>𝐃𝐄𝐑 𝐌𝐀𝐍𝐍 𝐀𝐔𝐒 𝐃𝐄𝐌 𝐎𝐒𝐓𝐄𝐍 (D 1990, 57 Min., 16mm) – Regie: Christoph Willems</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonntag, 14.06.2026 · 19:15 Uhr c.t.<br>𝐌𝐈𝐒𝐄-𝐄𝐍-𝐒𝐂È𝐍𝐄 (D 1991, 35 Min., 16mm) – Regie: José van der Schoot<br>𝐌𝐀𝐍Œ𝐔𝐕𝐑𝐄𝐒 𝐃&#8217;𝐄𝐋É𝐆𝐀𝐍𝐂𝐄 (D 1992, 50 Min.) – Regie: José van der Schoot</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonntag, 14.06.2026 · 21:30 Uhr c.t.<br>𝐂𝐇𝐑𝐎𝐍𝐈𝐊 𝐃𝐄𝐒 𝐑𝐄𝐆𝐄𝐍𝐒 (D 1990, 72 Min., s/w, 35mm) – Regie: Michael Freerix<br>Vorprogramm: 𝐔𝐍𝐒𝐄𝐑 𝐌𝐀𝐍𝐍 𝐈𝐌 𝐀𝐋𝐋 (BRD 1988, 24 Min., s/w, 16mm) – Regie: Michael Freerix</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Informationen stehen auf filmclub-813.de.</h2>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Titelbild: 𝐃𝐈𝐄 𝐅𝐀𝐑𝐁𝐄 𝐃𝐄𝐒 𝐅𝐑Ü𝐇𝐋𝐈𝐍𝐆𝐒 (BRD 1985, 8 Min., 16mm) – Regie: Michael Freerix<br></em></p>
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		<title>Kino Latino 2026: Geschichten eines Kontinents</title>
		<link>https://filmszene.koeln/2026/06/06/kino-latino-2026-geschichten-eines-kontinents/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 10:39:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://filmszene.koeln/?p=17542</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Kino Latino Filmfestival präsentiert vom 12. bis zum 17. Juni im Filmhaus Köln aktuelle Stimmen aus Lateinamerika – politisch, poetisch und voller&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/06/kino-latino-2026-geschichten-eines-kontinents/">Kino Latino 2026: Geschichten eines Kontinents</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Kino Latino Filmfestival präsentiert vom 12. bis zum 17. Juni im Filmhaus Köln aktuelle Stimmen aus Lateinamerika – politisch, poetisch und voller Überraschungen. Zum 19. Mal werden auch wieder Regisseur:innen als Gäste dabei sein, um mit dem Publikum über ihre Werke zu sprechen. </h4>



<h3 class="wp-block-heading"><em>Von Werner Busch</em>.</h3>



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<p class="wp-block-paragraph">Lateinamerika erscheint in europäischen Nachrichten oft als Schauplatz politischer Krisen, wirtschaftlicher Probleme oder gesellschaftlicher Konflikte. Das Kino erzählt andere Geschichten. Es interessiert sich für Menschen, ihre Träume, ihren Alltag und die Widersprüche ihrer Lebenswelten. Diese Vielfalt macht das Festival Kino Latino seit Jahren in Köln sichtbar. Im <strong>Filmhaus </strong>gibt es vom <strong>12. bis zum 17. Juni</strong> wieder eine große Auswahl an lateinamerikanischen Filmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die diesjährige Ausgabe versammelt Filme aus verschiedenen Ländern des Kontinents, die unterschiedliche Perspektiven und filmische Handschriften mitbringen. Gemeinsam ist ihnen die Neugier auf ihre Figuren und die Bereitschaft, vertraute Bilder von Lateinamerika zu hinterfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Eröffnung zeigt das Festival <strong>Marcelo Martinessis „Narciso“</strong>. Der Film führt ins Paraguay der späten 1950er Jahre. Während die Diktatur Alfredo Stroessners das Land prägt, entdeckt ein junger Mann die Kraft der Musik. Rock’n’Roll wird zum Symbol einer neuen Zeit, die selbst dort spürbar wird, wo politische und gesellschaftliche Strukturen scheinbar unverrückbar erscheinen. Martinessi verbindet persönliche Geschichte und Zeitgeschichte zu einem atmosphärischen Porträt eines Landes im Wandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Höhepunkt ist <strong>Clarisa Navas&#8216; Dokumentarfilm „El príncipe de Nanawa“</strong>. Über viele Jahre begleitet die Regisseurin einen Jungen aus einer indigenen Gemeinschaft im Grenzgebiet zwischen Paraguay und Argentinien. Der Film entwickelt daraus ein eindrucksvolles Langzeitporträt, das Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Wandel stellt. Ohne große Gesten entsteht das Bild einer Region, die im internationalen Kino nur selten sichtbar wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <strong>„Moscas“ </strong>richtet sich der Blick nach Mexiko. Fernando Eimbcke erzählt von einer Reise durch Mexiko-Stadt und findet dabei eine ungewöhnliche Balance zwischen Melancholie und trockenem Humor. Die Millionenmetropole erscheint weder als Bedrohung noch als Postkartenkulisse, sondern als lebendiger Organismus voller Zufälle und Begegnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfalt zeichnet das Programm von Kino Latino schon immer aus. Historische Stoffe stehen neben zeitgenössischen Erzählungen, Dokumentarfilme neben Spielfilmen. Manche Werke greifen politische Themen direkt auf, andere nähern sich gesellschaftlichen Fragen über persönliche Geschichten. Gemeinsam eröffnen sie Einblicke in Lebensrealitäten, die im europäischen Kinoalltag selten präsent sind. Das Festival ermöglicht Begegnungen mit Filmen, die abseits der großen internationalen Verwertungsketten entstehen. Ein Pflichtprogramm für alle neugierigen Cineasten. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Das Programm:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fr. 12.06., 20 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/narciso" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Narciso</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmeU) – mit Gästen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sa. 13.06., 18:30 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/patrol-auf-patrouille-durch-den-regenwald" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Patrol</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sa. 13.06., 21 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/alles-was-brennt" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Ruas Da Glória</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmdtU)</p>



<p class="wp-block-paragraph">So. 14.06., 17 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/el-principe-de-nanawa" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>El Príncipe de Nanawa</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmeU)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mo. 15.06., 18.30 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/i-built-a-rocket-imagining-your-arrival" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>I Built a Rocket Imagining Your Arrival</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmeU)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mo. 15.06., 20.15 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/punku" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Punku</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmeU) – mit Gästen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Di. 16.06., 19 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/moscas-fliegen" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Moscas</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmdtU)&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Di. 16.06., 21 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/un-cabo-suelto-a-loose-end" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Un Cabo Suelto</strong></a><strong>&nbsp;</strong>(OmeU)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mi. 17.06., 20 Uhr&nbsp;<a href="https://filmhaus-koeln.de/film/wir-die-wolfs" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Wir, die Wolfs</strong>&nbsp;</a>(OmdtU) – mit Gästen</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Titelbild: Punku © J.D. Fernandez Molero<br></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://filmszene.koeln/2026/06/06/kino-latino-2026-geschichten-eines-kontinents/">Kino Latino 2026: Geschichten eines Kontinents</a> erschien zuerst auf <a href="https://filmszene.koeln">Filmszene Köln</a>.</p>
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